P4-Nachfolger Tejas aufgegeben

Intel ändert Roadmap und setzt auf Dual-Core und Pentium-M Architektur

Das Megahertz- bzw. Gigahertz-Rennen der Prozessorhersteller scheint jetzt auch von Seiten Intels eingestellt worden zu sein. Gestern bestätigten Unternehmenssprecher in Deutschland und den USA, dass das CPU-Projekt mit dem Codenamen Tejas aufgegeben wurde. Dieser Prozessor sollte eigentlich im nächsten Jahr den jetzigen, schon in 90nm Technologie gefertigten Pentium 4 Kern mit dem Namen Prescott beerben. Offenbar ist Intel die im Jahre 2000 eingeführte Pentium 4 Architektur mit ihrer Fähigkeit zu enorm hohen Taktfrequenzen aufgrund der immer höheren Verlustleistung und Wärmeabgabe jetzt doch langsam zu “heiß“ – im wahrsten Sinne des Wortes.

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Stattdessen will Intel schon im nächsten Jahr einen Nachfolger des Prescott einführen, der mit einem sogenannten “Dual-Core“ ausgestattet ist. Wie diese zwei Kerne in einer CPU genau aufgebaut sind, konnte oder wollte Intel noch nicht sagen. AMD hatte solche Dual-Core Prozessoren auch schon für 2005 angekündigt.
Es wird vermutet, dass Intel zukünftig statt auf der P4-Architektur eher auf die Technologien der Pentium-M Centrino Notebook-CPU setzen wird. Diese Prozessoren können heute schon leistungsmäßig auch bei relativ mittelmäßiger Taktfrequenz und vergleichsweise geringer Stromaufnahme mit deutlich höher getakteten Pentium 4 Modellen mithalten – ähnlich wie AMDs Produkte, die derzeit auch ’nur‘ bis maximal 2.4 GHz erhältlich sind.
Über die Gerüchte, dass Intel schon im nächsten Jahr Dual-Core Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks bringen wird, hatte Hartware.net schon Ende April berichtet. Der ‚Conroe‘ sollte aber eigentlich erst dem Tejas nachfolgen und wird nun wohl vorgezogen.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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