AMDs große Pläne für Turion 64

64bit Notebook-Prozessor soll Marktanteile im Mobil-Bereich verdoppeln

AMD setzt offenbar große Hoffnungen in den Anfang Januar angekündigten neuen Notebook-Prozessor Turion 64. Inoffizielle Quellen bei taiwanesischen PC-Herstellern berichten, dass AMD seine Marktanteile im Mobil-Bereich mit der stromsparenden 64bit CPU deutlich vergrößern will. Aktuell liegen AMDs Marktanteile bei Notebook-CPUs bei 5-8%. In diesem Jahr soll dies mit Hilfe des Centrino-Konkurrenten auf 12-15% gesteigert werden.

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Mit einer für April geplanten weltweiten Kampagne, die AMD zusammen mit einigen führenden PC-Herstellern durchführen wird, sollen Notebooks mit dem Turion 64 der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die neuen Geräte werden angeblich mit den Turion 64 2800+ und 3000+ ausgestattet sein, deren Stromverbrauch im Durchschnitt zwischen 25 und 35 Watt betragen soll.
Obwohl AMD die Turion 64 Prozessoren wohl etwa 13% billiger anbieten wird als vergleichbare Centrino-CPUs von Intel (Pentium-M), verlangen einige Notebook-Hersteller offenbar noch günstigere Konditionen. Um Intel Marktanteile abnehmen zu können, soll AMD demnach seine Turion 64 soweit verbilligen, dass sie rund 25% günstiger sind als Pentium 4-M CPUs, die Mobil-Versionen der Pentium 4 Desktop-CPUs. Ob AMD diesen Forderungen nachkommt und dann mit dem Turion 64 noch profitabel arbeiten kann, ist noch nicht bekannt.
Ungeachtet der noch offenen Preisfrage soll Hewlett-Packard (HP) in diesem Jahr deutlich mehr Notebooks mit AMD Prozessoren auf den Markt bringen als zuvor. Im letzten Jahr basierten 20-30% der HP Notebooks auf AMD-Technik. Dieses Verhältnis soll in 2005 auf 50% gesteigert werden.
Acer wird in diesem Jahr angeblich 20-30% mehr AMD-Notebooks anbieten. In 2004 wurden davon nur 1 bis 1,2 Millionen verkauft. Acer konnte im letzten Jahr insgesamt 3,9 Mio. Notebooks absetzen, d.h. nur 25-30% davon waren mit AMD Prozessoren ausgestattet.
ASUS plant die Einführung von fünf oder sechs neuen AMD-basierten Notebooks in diesem Jahr. Da es im letzten Jahr deutlich weniger (1 oder 2) waren, lag der Anteil dieser Modelle in 2004 nur bei 5%. ASUS hatte im letzten Jahr etwa 700.000 Notebooks unter eigenem Namen verkauft.

Quelle: Digitimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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