Microsoft versucht schon lange, auf der KI-Welle zu reiten – mit mäßigem Erfolg. Denn die Integration von Copilot beeindruckt das Gros der Windows- und Office-Nutzer bislang wenig. Auch die Initiative von Copilot+-Notebooks hat wenig bewirkt. Laut dem ehemaligen Microsoft-Manager Mat Velloso, der auch schon für Meta und Google in KI-Teams gearbeitet hat, muss der Hersteller aus Redmond umdenken. Ansonsten droht der Software- und Cloud-Gigant, den KI-Boom genau so zu verschlafen, wie einst den Mobile-Sektor.
So erklärt Velloso, dass seinen Informationen zufolge aktuell ca. 450 Mio. Anwender Microsoft 365 nutzen. Nur 15 Mio. davon zahlen jedoch für ein Copilot-Abo. Das entspricht einer mageren Adoptionsrate von 3,3 %. Bedenkt man, dass Microsoft jedes Quartal Milliarden in KI investiert, dann dürfte das bei Investoren Sorgen schüren. Und auch das Verhältnis zu Partnern soll angespannt sein. Demnach drängte Microsoft die Hersteller, Chips mit NPUs für KI-Berechnungen in ihre Geräte zu integrieren. Doch aktuell verbleiben diese bei den Käufern weitgehend ungenutzt, da es schlichtweg keine relevanten Anwendungsszenarien gibt.
Dazu kommt, dass Microsoft vom Verbündeten OpenAI im Segment für Geschäftskunden bedroht wird. Die würden nämlich gerne Azure als Mittelsmann ausbooten und selbst direkte Lösungen im Enterprise-Sektor offerieren. Für Microsoft wird es nun wieder stärker darum gehen müssen, direkt auf die Kunden zu hören, statt KI auf Teufel komm raus in alle Anwendungen zu bugsieren – und beobachten zu müssen, wie niemand sie nutzt.
Quelle: Windows Latest

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