Umsatz niedriger bei ATI

Es wurde zwar mehr verkauft, aber vor allem Produkte mit niedrigem Preis

Der kanadische Grafikchip-Hersteller ATI Technologies hat gestern eine Umsatzwarnung herausgegeben. Im gerade abgelaufenen dritten Quartal des fiskalischen Jahres 2005 von ATI wird demnach nur noch ein Umsatz von etwa 530 Millionen US-Dollar erwartet. Ende März bei der Verkündung des Ergebnisses des zweiten Quartals hatte man noch mit deutlich höheren Einnamen in diesem Quartal gerechnet.

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Aufgrund der saisonalen Entwicklung konnte man nicht erneut einen Umsatz von über 600 Millionen US-Dollar erwarten wie in den letzten beiden Quartalen, aber man war doch von $560 bis $600 Mio. ausgegangen. Nun liegen die Einnahmen sogar noch 5% unter dieser Spanne.
Insgesamt hat ATI sogar eine größere Stückzahl seiner Produkte verkaufen können, allerdings gab es eine Verschiebung innerhalb des nachgefragten Produktmix. So wurden im Vergleich zum Quartal zuvor deutlich mehr Low-End PC- und Notebook-Grafikchips verkauft, die weniger kosten, was den Gesamtumsatz drückt.
Zwar konnten die Kanadier auch deutlich mehr integrierte Mainboard-Chipsätze verkaufen, aber diese werfen einen Gewinn ab, der weit unter dem Durchschnitt bei ATI liegt.
Außerdem gab ATI zu, dass die Ausbeute bei der Produktion bestimmter Produkte aufgrund von Problemen bei Chip-Packing und -Tests unter den Erwartungen lag. Leider wurde nicht näher genannt, welche Grafikchips davon betroffen waren.
Trotz dieses Rückschlages blickt ATI nach eigenen Angaben optimistisch ins vierte Quartal, für das erneutes Wachstum und ein Umsatz über $600 Mio. versprochen wird.
Die endgültigen Ergebnisse für das dritte Quartal wird ATI am 23. Juni bekannt geben.

Quelle: ATI

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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