Deutschland-PC mit Dual-Core

Fujitsu Siemens setzt zum sechsten Mal auf

Qualität „Made in Germany“ ist der Trumpf, den Fujitsu Siemens gegenüber dem Volks-PC auszuspielen sucht. Und so wird er zum sechsten mal ins Rennen geschickt, in den Wettlauf der günstigsten PC-Angebote in der Zeit zwischen Schulanfang und Weihnachten. Man wird also die Wahl haben zwischen dem solidarischen Volks-PC und dem patriotischen Deutschland-PC. Letzterer verspricht als Gimmick noch einen Freiflug in eine von 10 Metropolen Europas, denn der Deutsche ist Europäer (vorausgesetzt er zahlt die Flughafengebühren von bis zu 60 Euro und 100 Euro für jede Begleitperson).

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Der Deutschland-PC selbst setzt voll und ganz auf den AMD Athlon 64 X2 Dual Core 3800+ Prozessor. Natürlich fällt der Rest der Ausstattung dementsprechend zurück, der markante Preis von 999,- Euro sollte ja gehalten werden. Und so wurde das Gigabyte DDR400-Arbeitsspeicher auf 2 mal 512 MByte aufgeteilt, und die passiv gekühlte nVidia GeForce 6600 Grafikkarte wir der Prozessor-Power auch nicht wirklich gerecht. Der Arbeitsspeicher stammt übrigens von Samsung, hier hätte man, wie in früheren Deutschland-PCs üblich, Infineon-Module erwartet. Das Mainboard ist eine OEM-Version von Asus mit dem nForce4-Chipsatz von nVidia. Eine Analog-TV und DVB-T geeignete TV-Karte mit Radio-Empfang und eine Duoble-Layer fähiger DVD-Brenner sorgen dafür, dass der PC auch als Multimedia-Gerät verwendet werden kann. Schließlich kommt ja Windows XP Media Center Edition 2005 als Betriebssystem zum Einsatz, inklusive Fernbedienung. Die 250 GByte „Seagate Barracuda“ SATA-Festplatte verführte das Marketing zu folgender Produktbeschreibung:

„Der neue Deutschland-PC – schnallen Sie sich an und heben Sie ab!
Starke Triebwerke statt langer Wartezeiten!
Freiheit genießt man nicht nur über den Wolken. Sondern auch durch enorm großzügig dimensionierten Speicherplatz.“


Der PC kommt ohne Modem und Gigabit-Ethernet, der einzige PCI-Express Steckplatz ist mit der Grafikkarte schon belegt. Dafür gibt es 100MBit/s Ethernet, Firewire, einen 11-in-1-Card-Reader und einen koaxialen S/PDIF-Ausgang. Das Netzteil kommt von Fortron/Source und ist mit 350 Watt ausreichend dimensioniert, die Maus hingegen arbeitet immer noch mit Kugel, hat also keine optische Abtastung. Man merkt, dass für den Prozessor so einiges eingespart werden musste.

Das Softwarepaket besteht neben der Windows XP Media Center Edition 2005 aus CyberLink PowerDVD, Nero Express 6, Magix Media Suite, Norton Internet Security 2005 und Microsoft Works 8.0.

Verkauft werden wird der Deutschland-PC über verschiedene Händler, darunter Amazon, PC-Spezialist, Red-Zac, MediMax, Karstadt, Galeria Kaufhof, Promarkt, Real und andere.

Quelle: Eigene

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