Windows Vista in 7 Versionen

Starter, Home Basic/Premium, Professional, SBE, Enterprise und Ultimate

Windows Vista wird in sieben verschiedenen Versionen erhältlich sein. Den Anfang macht die „Starter Edition“, die man am besten als Demo bezeichnen kann und deren Hauptziel die dritte Welt und Schwellenländer sein wird. Diese Version wird maximal drei zur gleichen Zeit laufende Anwendungen unterstützen und nur sehr rudimentäre TCP/IP Netzwerkverbindungen erlauben. Für die meisten Spiele wird diese Version nicht geeignet sein. Die zweite Version nennt sich „Home Basic“ und wird der Nachfolger des derzeitigen „Windows XP Home“.

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Hierbei könnte es sich um die Version handeln, die gegenüber ihrem XP Pendant deutlich billiger ausfallen soll. Denn es wird erwartet, dass die meisten OEM-Kunden die „Home Premium Edition“ vorinstallieren werden. Diese Version unterscheidet sich von der „Home Basic“ Variante durch die Media Center-Funktionen. Unter anderem bleibt die Unterstützung von HDTV und DVD-Authoring dieser Version vorbehalten. Selbst DVD-Ripping soll möglich sein, allerdings unter Kontrolle des Windows Vista-DRMs. Die „Windows Vista Professional Edition“ wird jedoch nicht der Nachfolger von „Windows XP Professional“, sondern wesentlich stärker an Firmenkunden orientiert sein. Die meisten Mulimediafunktionen wurden entfernt, dafür wurden Funktionen hinzugefügt, die eher von Unternehmen in Anspruch genommen werden, wie Unterstützung für nicht-Microsoft Netzwerkprotokolle und Domains. Flankiert wird diese Edition von der „Small Business Edition“ und der „Enterprise Edition“. Diese fügen weitere Features hinzu, beispielsweise eine netzwerkfähige Backup-Lösung in der „Small Business Edition“ oder Integration von virtuellen PCs und erweiterte Verschlüsselungsmöglichkeiten in der „Enterprise Edition“.

Schlussendlich wird sich noch die „Ultimate Edition“ finden, die nicht nur sämtliche Funktionen der „Home Premium“ und der „Professional Edition“ vereinen soll, sondern zudem noch mit einigen Extras aufwarten soll. Geplant sind ein Tweaker, der die Spieleleistung erhöhen soll, ein Programm zum Podcasten (steht noch nicht fest) und Mitgliedschaft in einer Art Online-Club, der Zugang zu Filmen, Musik und diversen Services bieten soll und außerdem bevorzugten Support anbieten könnte. Wie Microsoft diese Vista-Variante auf dem Markt platzieren will ist aber noch nicht sicher, auf jeden Fall sind High-End Nutzer, Spieler und Medienenthusiasten das Ziel.

Diese Aufteilung der Windows-Versionen ist auch ein Schritt gegen die Piraterie. Die „Starter Edition“ soll zu einem günstigen Preis angeboten werden und in Ländern mit hoher Rate an Raubkopien den Nutzern eine günstige und legale Alternative bieten. Die Versionen für Unternehmen wurden abgekapselt, um sie für Raubkopierer uninteressant zu machen. Denn diese Varianten werden für Großkunden ohne Überprüfung des Produktschlüssels und ohne Zwangsaktivierung angeboten. Bei bisherigen Windows-Versionen waren diese Varianten unter Kopierern deshalb heiß begehrt. Konnte man doch schließlich ein Windows ohne die lästige Zwangsaktivierung einsetzen. Die Varianten in Windows Vista werden allerdings ohne die Multimedia-Funktionen daher kommen, um sie für den durchschnittlichen Raubkopierer uninteressant zu machen. Laut Microsoft ist sicher, dass die „Ultimate Edition“ auf keinen Fall ohne Zwangsaktivierung und Produktschlüssel angeboten werden wird.

Quelle: Ars Technica

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