Steht Abit vor dem Aus?

Finanzielle Schwierigkeiten: Abit verkauft bereits sein Hauptquartier

Der bekannte Mainboard- und Grafikkartenhersteller Abit wird sein Hauptquartier in Taiwan an die Deutsche Bank verkaufen, um seine Schulden abzubauen. Der Erlös aus dem Bürogebäude (ca. $53 Mio.) reduziert die gesamte Schuldenlast des Unternehmens auf 57 bis 60 Millionen US-Dollar. Zuvor wurde bereits berichtet, dass Abit seine Fertigungsstätten abstoßen und die Produktion outsourcen wolle. Dies könnte bedeuten, dass die Investoren noch schnell das Tafelsilber verscherbeln, bevor sie die Firma schließen.

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Aufgrund von möglichen Unregelmäßigkeiten bei den Angaben in den Finanzberichten sind die Aktien von Abit bereits seit Mitte September letzten Jahres vom Handel in Taiwan ausgesetzt. Der Hersteller hat noch bis Februar Zeit, seine Zahlen von 2003, 2004 und teilweise auch von 2005 erneut bei der taiwanesischen Börse einzureichen. Die Korrektheit der bisherigen Angaben wird angezweifelt, nachdem der Umsatz in Taiwan zuletzt nur noch 6 bis 9 Millionen US-Dollar pro Monat betragen soll, obwohl dieser im letzten Jahr noch bei monatlich zwischen $30 und $60 Mio. lag.
Der Wert des Unternehmens Abit betrug nach der Veröffentlichung von überarbeiteten Finanzberichten Ende Oktober 2005 nur noch rund 51 Millionen US-Dollar, nachdem Abit im November 2004 noch mit ca. $325 Mio. eingeschätzt wurde.

Abit war einer der ersten Hersteller, der seine Mainboards mit Funktionen zur Übertaktung durch den Anwender ausstattete. Mittlerweile haben die meisten anderen Unternehmen aber nachgezogen und bieten ähnliche oder sogar die gleichen Features an.

Quelle: X-bit Labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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