VIA: Back to Eden

Passive x86-Prozessoren bis 1,5 GHz

Der Markt für x86-Prozessoren wird von AMD und Intel dominiert. Für weitere Marktteilnehmer bleibt die Suche nach Nischen. Die Firma VIA schlüpft mit den Eden-Prozessoren in das passiv gekühlte Segment, wo auch auf kompakte Bauform und niedrigen Stromverbrauch geachtet wird. Die Eden-Prozessorfamilie bietet Taktraten von 400 MHz bis 1,5 GHz und ist kompatibel mit „allen führenden Betriebssystemen“.

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Die VIA Eden-Prozessoren arbeiten mit dem VIA V4 Bus und wurden auf Sparsamkeit hin optimiert. So zeichnet sich ein 1GHz VIA Eden ULV (Ultra Low Voltage) Prozessor mit einem TDP-Wert (Maximum Design Power) von 3,5 Watt aus. In der Variante mit 1,5 GHz sind es 7,5 Watt.

Durch die neue Bus-Schnittstelle VIA V4 soll die Geschwindigkeit gegenüber früheren Eden-Prozessorgenerationen um bis zu 30 Prozent gesteigert worden sein. Die verbesserte Leistungseffizienz soll auch den lüfterlosen Betrieb möglich gemacht haben.

Dieser lüfterlose Betrieb soll die Prozessoren für viele Anwendungsmöglichkeiten interessant machen. Neben dem Büro-Desktop werden vor allem Thin-Clients und Set-Top-Boxen ins Visier genommen, aber auch in Routern und sparsamen Servern könnte man sich die VIA-Technologie vorstellen.

Die Prozessoren wurden grundsätzlich auf eine möglichst niedrige Leistungsaufnahme hin optimiert. So hat das Modell mit 400 MHz lediglich einen TDP von 2,5 Watt, die Variante mit 1,2 GHz 7 Watt. In der Serie befinden sich noch die zwei o.g. mit ULV (ultra low voltage) gekennzeichneten Modelle mit 1 GHz und 3,5 Watt und 1,5 GHz mit 7,5 Watt.

Die VIA Eden-Prozessoren bieten Unterstützung für die Multimediaerweiterungen MMX, SSE2 und SSE3 von Intel und 128KB sowohl L1- als auch L2-Cache. Eine Floating Point Unit (FPU) ist ebenfalls integriert. Dazu wird eine in Hardware realisierte Sicherheitsengine mit Hardware-kryptografischen Beschleunigungsfeatures geboten. Diese kann bei der Berechnung von diversen kryptografischen Verfahren wie AES oder SHA-1/256-Hashing den Verlust an Prozessorleistung auf ein Minumum reduzieren. Dadurch sollen wichtige Daten auf militärischem Niveau geschützt werden können.

Quelle: Pressemitteilung

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