Anti-Hyper-Threading von AMD

Next Generation: Mehrere CPU-Kerne zu einer logischen CPU kombinieren

Nach einem Bericht aus Frankreich arbeitet AMD bei der Entwicklung der nächsten Prozessorgeneration an einem interessanten neuen Feature. Dabei handelt es sich um eine als „Anti-Hyper-Threading“ bezeichnete Technik. Während das von Intel 2002 eingeführte Hyper-Threading zwei virtuelle CPUs mit nur einem Prozessor simuliert, arbeitet die neue Technologie genau umgekehrt. Mit mehreren CPU-Kernen soll ein einziger virtueller Prozessor simuliert werden.

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Die bislang unter dem Codenamen „K10“ bekannten AMD CPUs werden erwartungsgemäß auf mehreren Kernen basieren. In manchen Fällen aber ist es sinnvoller, dem Betriebssystem nur eine einzige CPU zur Verfügung zu stellen. Dies soll mit der neuen Technik möglich sein. Theoretisch wäre ein solcher virtueller Prozessor auf Basis z.B. einer Quad-Core CPU dann viermal so schnell wie eine einzelne CPU. Wohlgemerkt theoretisch, denn die Software muss hier natürlich mitspielen und auf die Aufteilung in mehrere Threads optimiert sein. Das Threading, die Verteilung eigentlich nacheinander eingeplanter Aufgaben auf mehrere, gleichzeitig arbeitende CPU-Kerne, geschieht dann in der Hardware.
Auch Intel arbeitet an einer solchen Technologie. Die Implementierung in marktreife Prozessoren wird aber wohl noch einige Zeit dauern – egal, ob von AMD oder Intel.

Quelle: X86-secret.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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