Umstrukturierung bei Intel

Alle Abteilungen werden untersucht... eventuell gibt es Entlassungen

Angesichts des entäuschenden letzten Quartals, in dem sowohl Umsatz als auch Gewinn niedriger ausfielen als im Vorjahr, wird sich Intel nun selbst analysieren und optimieren. Innerhalb von 90 Tagen sollen alle Abteilungen genau untersucht und gegebenenfalls umstrukturiert oder verkleinert werden. Entlassungen sind dabei laut Intel-Chef Paul Otellini nicht auszuschließen.

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Auf dem alljährlichen Frühjahrstreffen mit Analysten in New York gab Otellini zu Protokoll, dass der Umsatz von Intel 2006 voraussichtlich um 3 Prozent niedriger ausfallen wird als im Vorjahr. Der Gewinn dürfte von 12,1 Milliarden US-Dollar 2005 auf etwa $9,3 Mrd. in diesem Jahr fallen. Als Antwort darauf will Intel seine Ausgaben dieses Jahr um 1 Milliarde US-Dollar senken.
“Wir werden Intel für die Zukunft umstrukturieren, in der Größe verändern und neue Ziele definieren“, sagte Otellini. Er nannte noch keine Zahlen für mögliche Entlassungen unter den 100.000 Mitarbeitern von Intel, aber meinte, dass sich bald etwas ändern würde. „Es wäre zu einfach, einfach die Mitarbeiterstärke zu verringern. Unsere Analyse wird innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen sein, aber wir werden nicht so lange warten, bis wir aktiv werden“, so Otellini weiter. „Dies wird eine umfassende, strukturelle Reorganisation.“
Ein Ziel dieser Pläne dürfte die interne Flashspeichersparte sein. Während das Prozessorgeschäft trotz mäßiger Nachfrage sehr profitabel arbeitet, musste beispielsweise die „Intel NOR Flash Unit“ im ersten Quartal einen Verlust von 108 Millionen US-Dollar ausweisen.
Im dritten Quartal will man mit den Produkten der neuen Core Mikroarchitektur (an AMD) verlorene Marktanteile wieder zurückgewinnen. Auf dieser Basis sollen neue 65nm CPUs in allen drei Sparten eingeführt werden: Desktop (Conroe), Mobil (Merom) und Server (Woodcrest).

Quelle: EETimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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