ATI Catalyst 6.11

Neuer Grafiktreiber erlaubt beliebige X1900/X1950 Dual-VGA Systeme

Nur knapp zwei Wochen nach dem Catalyst 6.10 hat AMD eine neue Treiberversion für ATI Grafikkarten, Mainboards und Notebooks mit ihren Chips veröffentlicht. Der Catalyst 6.11 für Microsoft Windows 2000, XP und XP 64bit sowie für Linux und Linux x86_64 ist geeignet für alle Radeon Modelle ab der 9500er Serie inklusive der All-In-Wonder Produkte. Mit dem neuen Grafiktreiber können erstmals beliebige Radeon X1900 und X1950 parallel betrieben werden, d.h. es ist keine Master-Karte (CrossFire Edition) mehr notwendig.

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Das neu integrierte Feature des „Software CrossFire“ ist verfügbar für Windows XP und Windows XP Professional x64 Edition. Unterstützt werden Radeon X1900 und X1950 Grafikkarten auf einem CrossFire-geeigneten Mainboard. Eine Ausnahme gibt es aber: Software-CrossFire ist mit den neuen Radeon X1950 Pro Grafikkarten (noch) nicht möglich. Diese können parallel nur mit einer anderen X1950 Pro im Hardware-CrossFire-Modus (mit Bridge) betrieben werden.
Außerdem gibt es mal wieder einige Performance-Optimierungen. So soll die Leistung im Spiel Call of Duty 2 auf Radeon X1900 Dual-VGA Systemen bei einer Auflösung von 1920×1200 um bis zu 12,5% und bei einer Auflösung von 1280×1024 um bis zu 10,5% gesteigert worden sein. Die größten Zuwächse gibt es bei 4x FSAA (Full-Scene Anti-Aliasing).
Weiterhin wurden natürlich wieder eine Reihe von Fehlern behoben, u.a. im 3DMark2003 und im PCMark05 sowie den Spielen Rome: Total War, Rush for Berlin, Tomb Raider Legend und Uber Soldier.

Der Catalyst 6.11 ist neben den genannten Grafikkarten außerdem geeignet für die Radeon Xpress 200, 1600 und 3200 Chipsätze. Die Unterstützung für die älteren Chipsätze IXP 300, Radeon 9000 & 9100 IGP/Pro ist seit Juni herausgefallen. Gleiches gilt für Grafikkarten „unterhalb“ der Radeon 9500 wie z.B. die Radeon 9000, 8500 und 7000 Serien. Wer ein älteres System mit diesen Komponenten besitzt, muss auf den Catalyst 6.5 zurückgreifen.
Für Windows XP empfiehlt ATI die Installation des Service Pack 2.
Daneben wird auch eine neue Version des “WDM Capture Drivers“ für das Aufnehmen von TV-Bildern über den Video-Eingang entsprechend ausgestatteter Grafikkartenmodelle (All-In-Wonder und ViVo) angeboten.

Weitere und detaillierte Informationen sind den auf der jeweiligen Treiber-Download-Seite verlinkten Release Notes zu entnehmen.

Die Catalyst 6.11 Display Driver sind bei AMD über eine neu gestaltete und einfacher als bisher bei ATI zu bedienende Auswahlseite für das jeweilige Betriebssystem erhältlich.

Für das Catalyst Control Center (CCC) wird mindestens eine Radeon 9500 Grafikkarte sowie das Microsoft .NET Framework benötigt.
Seit dem Catalyst 5.12 bietet ATI bei einem neuen Grafiktreiber nicht mehr das altbekannte Control Panel an. Wer also tiefer in die Treibereinstellungen einsteigen möchte, ist ab sofort auf das CCC oder inoffizielle Treiberversionen wie z.B. den Catalyst 6.11 mit integriertem Control Panel von NGOHQ.com angewiesen.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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