AMD: ATI Catalyst 7.4

Neue Grafiktreiber für Windows Vista, Windows XP und Linux

Drei Wochen nach dem Catalyst 7.3 hat AMD eine neue Treiberversion für ATI Grafikkarten, Mainboards und Notebooks mit ihren Chips veröffentlicht. Der Catalyst 7.4 für Microsoft Windows Vista und XP sowie für Linux ist geeignet für alle Radeon Modelle ab der 9500er Serie inklusive der All-In-Wonder Produkte. Der neue Grafiktreiber bietet eine höhere OpenGL-Leistung unter Vista und den „Avivo Video Converter“ für die 32bit-Version von Vista.

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Mit Grafikkarten der Radeon X1000 Serie sollen OpenGL-Anwendungen und -Spiele unter Windows Vista deutlich schneller laufen, sowohl im Einzel- als auch im Dual-Betrieb (CrossFire). In Spielen wie Doom 3, Quake 4 und Prey soll die Performance typischerweise rund 15 Prozent höher sein, mit High-End Grafikkarten können sogar 30% und mehr möglich sein.
Neu beim Catalyst 7.4 ist der „Avivo Video Converter“ für Vista 32bit, mit dem Videos schnell und einfach von einem Format in ein anderes umgewandelt werden können. Unterstützt werden Formate wie MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4/DivX, WMA und H.264/AVC.
Weiterhin wurden natürlich wieder eine Reihe von Fehlern behoben. Unter Windows Vista betrifft dies u.a. Battlefield 2, City of Heroes, Never Winter Nights, Quake 4, Romance of the Three Kingdoms XI und Unreal Tournament 2004. Unter Windows XP wurden Probleme beseitigt u.a. mit dem 3DMark03 und den Spielen Call of Duty, Dungeon Lord, Prey und Tribal Trouble.

Zu beachten ist, dass der Catalyst 7.4 keine Radeon X1600 Pro Grafikkarten unterstützt, die mit HDMI-Anschluss ausgestattet sind. Solche Anwender sollten beim Catalyst 7.3 bleiben.

Der neue Linux Catalyst 7.4 (8.36.5) unterstützt jetzt auch den Linux Kernel 2.6.20 und erzeugt nicht mehr den bei manchen AGP-Grafikkarten aufgetretenen Absturz beim Wechsel vom X-Server Display zur Textkonsole.

Der Catalyst 7.4 ist neben den genannten Grafikkarten außerdem geeignet für die Radeon Xpress 200, 1100, 1200, 1250 und 1600 Chipsätze. Die Unterstützung für die älteren Chipsätze IXP 300, Radeon 9000 & 9100 IGP/Pro ist seit Juni letzten Jahres herausgefallen. Gleiches gilt für Grafikkarten „unterhalb“ der Radeon 9500 wie z.B. die Radeon 9000, 8500 und 7000 Serien. Wer ein älteres System mit diesen Komponenten besitzt, muss auf den Catalyst 6.5 zurückgreifen.
Daneben wird auch eine neue Version des “WDM Capture Drivers“ für das Aufnehmen von TV-Bildern über den Video-Eingang entsprechend ausgestatteter Grafikkartenmodelle (All-In-Wonder und ViVo) angeboten.

Weitere und detaillierte Informationen sind den auf der jeweiligen Treiber-Download-Seite verlinkten Release Notes zu entnehmen.

Die Catalyst 7.4 Display Driver sind bei AMD über eine neu gestaltete und einfacher als zuvor bei ATI zu bedienende Auswahlseite für das jeweilige Betriebssystem erhältlich.

Seit dem Catalyst 5.12 bietet ATI bei einem neuen Grafiktreiber nicht mehr das altbekannte Control Panel an. Wer also tiefer in die Treibereinstellungen einsteigen möchte, ist ab sofort auf das Catalyst Control Panel oder inoffizielle Treiberversionen mit integriertem Control Panel von NGOHQ.com angewiesen.

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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