AMD: ATI Catalyst 7.9

Neue Grafiktreiber für Windows Vista, Windows XP und Linux

Vier Wochen nach dem Catalyst 7.8 hat AMD gestern abend eine neue Treiberversion für ATI Grafikkarten, Mainboards und Notebooks mit ihren Chips veröffentlicht. Der Catalyst 7.9 für Microsoft Windows Vista und XP sowie für Linux ist geeignet für alle Radeon Modelle ab der 9500er Serie inklusive der All-In-Wonder Produkte. Die neuen Grafiktreiber bieten erneut einige Leistungsverbesserungen. Neu sind der Avivo Video Converter für Vista 64bit und eine Farbtemperaturkontrolle im Catalyst Control Center.

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Von den Leistungssteigerungen betroffen sind die fünf Spiele Far Cry, Call of Duty 2, Half-Life 2: Episode 1, Serious Sam 2 und Quake 4. Bei letzterem wurde die Leistung unter Anti-Aliasing mit ATI Radeon X1600/X1650 Pro und X1300/X1550 um bis zu 9 Prozent verbessert, auch auf CrossFire-Systemen mit zwei Grafikkarten. Die anderen Spiele laufen nur auf Modellen der Radeon HD 2000 Serie schneller.
Mit dem jetzt auch für die 64bit-Version von Windows Vista erhältlichen Avivo Video Converter können Videos recht einfach und schnell – und vor allem mit Unterstützung der Rechenkraft der Grafikkarte – von einem Format in ein anderes konvertiert werden. Unterstützt werden u.a. die Formate MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4/DivX, WMA und H.264/AVC.
Neu im Catalyst Control Center ist auch die Einstellmöglichkeit für Farbtemperaturen, allerdings nur für Grafikkarten der X1000 und HD 2000 Serien.
Weiterhin wurden natürlich wieder einige Fehler behoben. Unter Windows Vista betrifft dies u.a. die Spiele Bioshock, Gods: Land of Infinity, Lost Planet, Monsters Inc., Prey, Quake 3 und World of Warcraft. Für Windows XP wurden u.a. Probleme beseitigt mit Adobe After Effects 8.0 und PowerDVD sowie den Spielen Bioshock, City of Heroes und World of Warcraft.

Der neue Linux Catalyst 7.9 (8.41.7) unterstützt jetzt die neuen Radeon HD 2000 Grafikkarten und enthält Leistungsverbesserungen in OpenGL-Spielen wie Doom 3 und Quake 4. Außerdem wurde Fehler behoben mit dem TV-Ausgang, HP CAT und dem X-Server beim Anschluss eines DFP-Displays am zweiten Monitorausgang der Grafikkarte.

Der ATI Catalyst 7.9 ist neben den genannten Grafikkarten außerdem geeignet für die Radeon Xpress 200, 1100, 1200 und 1250 sowie die AMD 580X und AMD 690 Chipsätze. Die Unterstützung für die älteren Chipsätze IXP 300, Radeon 9000 & 9100 IGP/Pro ist seit Juni letzten Jahres herausgefallen. Für Grafikkarten „unterhalb“ der Radeon 9500, z.B. die Radeon 9000, 8500 und 7000 Serien, bietet AMD den Catalyst 6.11 für Windows XP an.
Daneben wird auch eine neue Version des “WDM Capture Drivers“ für das Aufnehmen von TV-Bildern über den Video-Eingang entsprechend ausgestatteter Grafikkartenmodelle (All-In-Wonder und ViVo) angeboten.

Weitere und detaillierte Informationen sind den auf der jeweiligen Treiber-Download-Seite verlinkten Release Notes zu entnehmen.

Die Catalyst 7.9 Display Driver sind jetzt auf der neuen Gaming-Website von AMD erhältlich: Game.AMD.com.

Seit dem Catalyst 5.12 bietet ATI bei einem neuen Grafiktreiber nicht mehr das altbekannte Control Panel an. Wer also tiefer in die Treibereinstellungen einsteigen möchte, ist ab sofort auf das Catalyst Control Panel oder inoffizielle Treiberversionen mit integriertem Control Panel von NGOHQ.com angewiesen.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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