AMD: ATI Catalyst 7.10

Neue Grafiktreiber für Windows Vista, Windows XP und in Kürze Linux

Rund vier Wochen nach dem Catalyst 7.9 hat AMD heute eine neue Treiberversion für ATI Grafikkarten, Mainboards und Notebooks mit ihren Chips veröffentlicht. Der Catalyst 7.10 für Microsoft Windows Vista und XP ist geeignet für alle Radeon Modelle ab der 9500er Serie inklusive der All-In-Wonder Produkte. Die neuen Grafiktreiber bieten wie angekündigt einige Leistungsverbesserungen und erstmals adaptives Anti-Aliasing für Radeon X1000 sowie „Software CrossFire“ für Radeon HD 2400 und 2600 Grafikkarten.

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Für „Software CrossFire“ benötigt man keine Steckverbindung (Bridge) zwischen den beiden parallel laufenden Grafikkarten. Mit dem Catalyst 7.10 und zwei Radeon HD 2400 oder 2600 Modellen auf einem CrossFire-kompatiblen Mainboard kann man also jetzt auch ohne Bridge von Leistungssteigerungen profitieren.
Adaptives Anti-Aliasing erhöht die Bildqualität durch das Glätten von transparenten Texturen wie z.B. bei einem Maschendrahtzaun. Mit dem Catalyst 7.10 beherrschen dies jetzt auch Grafikkarten der Radeon X1000 Serie.
Optimiert wurden die Grafiktreiber vor allem für neue Spiele und CrossFire-Systeme. Hier eine Übersicht:

  • Battlefield 2142: 5-23% höhere CrossFire-Leistung mit zwei Radeon HD 2600, HD 2400 oder Radeon X1300/X1550
  • BioShock DirectX10: CrossFire-Leistung verbessert um 70% und mehr auf allen Grafikkarten der Radeon HD 2×00 Serie
  • Call of Duty 2: Leistungssteigerung bis 6,7% mit Radeon HD 2600 und 2400 Systemen inkl. CrossFire
  • Call of Juarez DX10: CrossFire-Leistung um bis zu 42% und Performance einzelner Karten um bis zu 34% gesteigert mit allen Radeon HD 2×00 Grafikkarten
  • Company of Heroes DX10: CrossFire-Leistung um bis zu 80% auf Radeon HD 2×00 Modellen und Einzelkartenleistung bis zu 31% mit Radeon HD 2900 und 2600 gesteigert
  • Enemy Territory Quake Wars: CrossFire-Leistung bis zu 23% mit Radeon X1x00 und Performance einzelner Grafikkarten bis zu 23% mit Radeon HD 2×00 und Radeon X 1×00 gesteigert
  • F.E.A.R.: CrossFire-Leistung bis zu 16% gesteigert mit Radeon X1950XTX, X1650XT, HD 2400 und X1300/X1550
  • Lost Planet DX10: CrossFire-Leistung verbessert um 20% und mehr auf allen ATI Radeon HD2x00 Grafikkarte
  • Supreme Commander: CrossFire-Leistung bis zu 30% mit allen Radeon HD 2×00 und Radeon X1x00 gesteigert. Radeon X1650 und X1300/X1550 sogar mit Verbesserungen von 82% und mehr.
  • World In Conflict DX10: CrossFire-Leistung um 14-67% oder mehr und Performance einzelner Radeon HD 2900 XT und 2600 Grafikkarten um 20% oder mehr gesteigert
  • World in Conflict DX9: CrossFire-Leistung um bis zu 70% oder mehr verbessert mit allen ATI Radeon HD 2×00 Grafikkarten

Weiterhin wurden natürlich wieder einige Fehler behoben. Unter Windows Vista betrifft dies u.a. die Spiele Call of Juarez, GTA San AndreasMight and Magic Heroes V und Chronicles of Riddick. Für Windows XP wurden u.a. Probleme beseitigt mit dem Abspielen von Blu-ray Titeln mit Cyberlink PowerDVD 7.3 Ultra sowie den Spielen DIRT und Stranglehold.

Der neue Linux Catalyst 7.10 wird in Kürze erhältlich sein.

Der ATI Catalyst 7.10 ist neben den genannten Grafikkarten außerdem geeignet für die Radeon Xpress 200, 1100, 1200 und 1250 sowie die AMD 580X und AMD 690 Chipsätze. Die Unterstützung für die älteren Chipsätze IXP 300, Radeon 9000 & 9100 IGP/Pro ist seit Juni letzten Jahres herausgefallen. Für Grafikkarten „unterhalb“ der Radeon 9500, z.B. die Radeon 9000, 8500 und 7000 Serien, bietet AMD den Catalyst 6.11 für Windows XP an.
Daneben wird auch eine neue Version des “WDM Capture Drivers“ für das Aufnehmen von TV-Bildern über den Video-Eingang entsprechend ausgestatteter Grafikkartenmodelle (All-In-Wonder und ViVo) angeboten.

Weitere und detaillierte Informationen sind den auf der jeweiligen Treiber-Download-Seite verlinkten Release Notes zu entnehmen.

Die Catalyst 7.10 Display Driver sind bei AMD erhältlich.

Seit dem Catalyst 5.12 bietet ATI bei einem neuen Grafiktreiber nicht mehr das altbekannte Control Panel an. Wer also tiefer in die Treibereinstellungen einsteigen möchte, ist ab sofort auf das Catalyst Control Panel oder inoffizielle Treiberversionen mit integriertem Control Panel von NGOHQ.com angewiesen.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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