SSD: Hintergründe und Lebensdauer - Seite 3

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Fazit: Länger als ein Menschenleben

Zur Verdeutlichung ein kleines Rechenbeispiel: Wir haben eine SSD mit 32 GByte, auf die mit 100 MByte/sec Daten geschrieben werden können. Als echter Poweruser schreiben wir Tag und Nacht Daten auf die SSD. Pro Tag beschreiben wir die SSD also 270 Mal (mit 8,6 Terabyte, wohlgemerkt). Wenn wir von den garantierten 100.000 Zyklen ausgehen, können wir die SSD also 370 Tage (oder etwa ein Jahr) lang dauerbeschreiben und bekommen die ersten Fehler. Sind die Speicherzellen von einer Qualität wie bei unserem USB-Stick, würde die SSD diese Tortur sogar rund 500 Jahre durchhalten. Wohlgemerkt würden die ersten Fehler noch keine Beeinträchtigung der Operation darstellen, da ja noch der „Vorrat“ an Speicherzellen vorhanden ist, der nun zum Tausch der kaputten Zellen eingesetzt wird.

Fazit: Selbst absolute Powernutzer dürften eine SSD während ihres gesamten Lebens nicht kaputt schreiben können. Falls Ihr allerdings einmal eine SSD als Erbstück erhaltet, die schon seit Generationen in der Familie weitergereicht wird, solltet Ihr anfangen, euch über den Zustand der Speicherzellen Gedanken zu machen. Wobei in diesem Fall eher die Langlebigkeit der Daten ein Problem darstellen sollte. Denn bei Flash-Speicher wollen die Zellen alle zehn Jahre aufgefrischt werden, sonst verlieren sie ihre Informationen.

Solange die SSDs an den Computer angeschlossen sind und verwendet werden geschieht das Auffrischen automatisch. Wenn man eine SSD aber einfach nur lagert so besteht ab einem Alter von 10 Jahres das Risiko von Datenverlust, was uns auch der Hersteller MemoRight für seine Solid State Disks bestätigt.

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