Microsoft will keine 2 GB-Netbooks

Furcht vor Vista auf den kleinen Rechnern?

Microsoft versucht, den Speicher auf Netbooks weiter unter 2 GByte zu belassen. Die Redmonder haben vor einiger Zeit alle großen Netbook-Hersteller angewiesen, vorerst nicht mehr als 1 GByte RAM zu verbauen. Ein Umschwung seitens Microsoft ist momentan nicht zu erwarten. MSI und ASUS wollen dieses Jahr dennoch Modelle mit 2 GByte Speicher veröffentlichen. Microsoft hat seine Gründe für die Vorbehalte: 2 GByte Speicherkapazität würden Vista die Tore der Netbooks öffnen. Was spricht jedoch dagegen?

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Nun, da die kleinen Netbooks nicht über die Leistungsreserven größerer Rechner verfügen, könnten die Besitzer bei der eventuellen Vista-Nutzung arg enttäuscht werden. Gerade die hardwarehungrige Aero-Oberfläche würde die Netbooks und auch deren Anwender an die Grenzen treiben. Microsoft möchte also wahrscheinlich Beschwerden und Verwirrung bei den Kunden aus dem Weg gehen.

Netbooks sind ein interessanter Zweit- oder sogar Drittrechner, aber kein Ersatz für einen vollwertigen PC bzw. ein leistungsfähiges Notebook. Dazu ist nicht nur die Leistung der kleinen Wunderwerke zu gering, auch die Bildschirmgrößen eignen sich nicht für lange Sitzungen. Microsoft möchte mit der vorgeschlagenen RAM-Limitierung die Grenzen zu „normalen“ Rechnern wahren. Es wird sich zeigen, ob weitere Statements folgen, da mit MSI und ASUS die ersten Hersteller „über die Stränge schlagen“.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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