Thermaltake Spedo: Big-Tower mit Extras - Seite 6

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Betrieb

Beim ersten Einschalten sind natürlich die Ohren auf die Lüfter gerichtet. Man darf überrascht sein, der Lärm hält sich in Grenzen.
Dass es sich beim Spedo um kein „silent“-Produkt handelt, muss natürlich jedem bewusst sein. Wir hatten diesbezüglich auch keine hohen Erwartungen.


Alles komplett – der Lüfter leuchtet rot

Positiv ist, dass kein Lüfter unangenehme Vibrationen auf das Gehäuse überträgt. Das dünne Blech der Seitendeckel macht sich jedoch trotzdem negativ bemerkbar:
Die Stromversorgung des seitlichen 23cm-Lüfters wird komfortablerWeise über einen Kontakt zwischen Gehäuse und Seitenwand hergestellt.
Öffnet man diese, wird die Stromzufuhr unterbrochen und beim Schließen wieder hergestellt.

Im Testverlauf mussten wir feststellen, dass es nötig ist,
die Seitentür gewissenhaft zu schließen und fest zu verschrauben. In seltenen Fällen passierte es, dass der Kontakt erst mit etwas Nachdruck zustande kam.



Der rote Lüfter ist bei abgedunkeltem Raum gut sichtbar

Die roten LEDs des Frontlüfters schimmern dezent durch die fein-gelochten Blenden und passen gut zum dunklen Design des Towers.

Klären wir nun die Frage, ob sich „A.T.C.3“ tatsächlich auf die Temperatur der Komponenten auswirkt:

Wir haben unsere Messungen mit und ohne diesem System durchgeführt – jeweils im Idle- und im Volllast-Betrieb.
Um einen relativen Vergleich zu diesen Werten zu bekommen, wurden die Temperaturen auch komplett ohne Gehäuse-Lüfter gemessen.
Mit einem Benchmark aus dem Hause Futuremark setzten wir unser System unter hohe Last. Das Tool „PC-Wizard“ gab uns dann Auskunft über die aktuelle Temperatur.

Folgendes Diagramm schlüsselt die Messungen auf:


Temperaturen im Überblick

Wie bereits anfangs befürchtet, hat A.T.C.3 nicht den gewünschten Effekt bewirkt.
Der seitliche Luftstrom kann die Grafikkarte durch die Verschalung nicht mehr erreichen. Dass die Temperaturen der GPU deshalb fast so hoch ausfallen wie komplett ohne Gehäuselüfter, verwundert somit nicht.
Anhand der CPU-Skala wird klar, dass wegen der „Fanbar“ kaum ein Unterschied zwischen „mit“ und „ohne“ A.T.C.3 besteht.
In Anbetracht der Werte ohne die zusätzliche Belüftung wird auch klar, dass man mit diesem Feature wohl den weit größeren Kühleffekt hervorrufen kann.

Wir wollen trotzdem nicht ausschließen, dass man mit A.T.C.3 tatsächlich den Luftstrom optimieren kann, denn die Kombinationsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.
Ebenso sind die Werte auch von den verbauten Komponenten und deren Verlustleistung abhängig.
Egal, ob mit oder ohne „Temperatur-Kammern“, das Spedo bietet ein gewaltiges Belüftungspotential. Jeder kann das für sein System geeignete Setup finden.

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