Aufbruchstimmung: 4 SSDs im Vergleich - Seite 11

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Subjektive Einschätzung

Unter der subjektiven Einschätzung verstehen wir drei Dinge: Zum einen ist es die Temperatur der Laufwerke. Aufgrund der meist fehlenden Temperatursensoren innerhalb der Laufwerke messen wir während unserer Belastungstest die Temperatur der Oberfläche mit Hilfe eines Kontaktfühlers.
Des Weiteren wird die Bootzeit eines Testimages ermittelt, auf welchem Windows Vista x64 samt unseren Benchmarkprogrammen vorhanden ist. Dabei messen wir ab dem BIOS-Auswahlmenü für das Bootmedium bis zum vollständigen Aufbau der Vista Sidebar, da sich dies sehr gut reproduzieren lässt.
Als dritter Punkt fließt ein nicht direkt messbares Ergebnis ein: Wir kopieren die Systempartition einer Workstation auf die jeweilige SSD. Anschließend arbeiten wir ganz normal mit dem System weiter und versuchen, den gefühlten Eindruck zu beschreiben.

Temperatur
Alle vier SSDs erreichen in etwa die selbe Temperatur. Die Raumtemperatur betrug zum Messzeitpunkt ca. 23°C, die SSDs erreichen 27°C bis 28°C. Damit sind sie zwar kühler als normale Festplatten, aber dennoch nicht kalt. Besonders deutlich wird dies im Notebook (Dell M1330). Dort erwärmt sich auch eine SSD spürbar, wird aber nicht unangenehm.

Vista Bootzeit

Vista Booten

Core i7 920, MSI Eclipse, 6 GB DDR3-1066, GTX280, Vista x64

Dauer (s)
takeMS 128GB
ST Ultradrive ME 128GB
Intel X25-M 80GB
OCZ Vertex 120GB
37
35
34
34

Das Ergebnis zeigt, dass es für den Systemstart mit Windows Vista relativ egal ist, welche SSD eingesetzt wird. Drei Sekunden sind nicht viel, in Prozent ausgedrückt ist es aber immerhin ein Zehntel.

Subjektive Arbeitsleistung
Im Vergleich zu einer WD Raptor der älteren Generation mit 74 GByte lädt Windows und die Programme mit allen SSDs schneller. Die Intel X25-M ist im Alltag noch einen Tick schneller als OCZ Vertex und Super Talent Ultradrive ME. Der Unterschied ist aber minimal und nicht kaufentscheidend. Anders sieht es bei der SSD von takeMS aus. Sobald auf die SSD geschrieben wird, bleibt das System praktisch stehen. Die Leseleistung ist in Ordnung. Zwar spürt man im Vergleich zu den anderen drei SSDs die geringe Leistung, aber der Unterschied ist noch zu verschmerzen. Kopiert man jedoch zum Beispiel ein Image auf das Laufwerk und versucht gleichzeitig ein Programm zu öffnen, wartet man quasi so lange, bis der Kopiervorgang abgeschlossen ist. So macht das Arbeiten keinen Spaß – da ist selbst eine normale Festplatte deutlich schneller.

Marc Kaiser

Redakteur

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