Verlage fordern E-Book-Standard

Amazons und Apples Systeme werden angeprangert

Amerikanische Verlags-Riesen trafen sich letzte Woche auf der BookExpo und stimmten darin überein, dass E-Books die Branche noch bedeutend verändern werden. Die Verlage sind sich allerdings auch einig, dass man sich auf ein universelles Dateiformat einigen müsse, um die Bücher auf allen Geräten abrufen zu können. Michael Serbinis, Führungskaft bei Kobo, kritisiert: „Die Kunden können Bücher bei Barnes and Noble oder Walmart kaufen und müssen sie nicht in getrennten Zimmern aufbewahren. Kaufen sie aber ein E-Book bei Apple oder Amazon, ist es an eine Plattform gebunden“.

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Sowohl Amazon als auch Apple bekriegen sich im E-Book-Bereich und wollen sich am liebsten ein Monopol sichern. David Shanks, Führungskraft bei der Penguin-Verlagsgruppe, bemängelt, dass unter diesem Konflikt vor allem Kunden und Verlage leiden: „Unser größter Wunsch ist, dass alle Geräte auf einen Standard setzen, damit Kunden ihre E-Books überall plattformübergreifend konsumieren können“.

Shanks räumt auch Probleme ein, denn zunächst müsse man einen sicheren Schutz vor Raubkopierern finden. Verlage fürchten, dass die Branche durch E-Books in eine ähnliche Krise geraten könnte wie einst die Musikindustrie durch MP3. Man müsse schnell reagieren, um sich auf neue Entwicklungen einzustellen. Ein einheitlicher Standard für E-Books sei hierzu der erste Schritt.

Quelle: Wired

André Westphal

Redakteur

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