VIA: Light Peak = Nischenprodukt

Vorteile gegenüber USB seien nicht deutlich

In einem Interview äußert sich Terrance Shih, ein Produktmanager der Firma VIA, zu Intels kommendem Verbindungsstandard Light Peak. Light Peak ist als Konkurrenz zu USB 3.0 geplant und ermöglicht Datenraten von mehr als 10 Gbit/s. Shih glaubt jedoch nicht an den Erfolg des Standards: „Wir glauben nicht, dass sich Light Peak großflächig durchsetzen wird, ganz gleich wie sehr Intel und Apple daran arbeiten. Für uns ist Light Peak mehr ein Bus als eine richtige Schnittstelle, denn hauptsächlich kann man damit verschiedene Protokolle durch ein einzelnes Kabel leiten.“

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Aus diesem Grund sieht Shih das größte Potential des Light-Peak-Standards im Bereich der Docking-Stations. Laut Shih sei das Problem, dass der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber USB 3.0 aktuell relativ unwichtig sei, da neben externen Grafikkarten oder externen SSDs eigentlich kein Gerät diesen Zuwachs ausnutzen könne. Zudem seien die Implementierungskosten höher als bei USB 3.0, was Entwickler davon Abstand nehmen ließe.

Shih merkt ironisch an: „Der einzige Weg auf dem sich Light Peak wirklich durchsetzen könnte, wäre, wenn urplötzlich Horden von Anwendern ihre aktuellen USB-Geräte gegen Gadgets mit Light Peak austauschen würden. Dieses Szenario erscheint mir allerdings extrem unrealistisch.“

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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