ARM verzichtet auf 64-bit-CPUs

Sollen erst in ferner Zukunft erscheinen

ARM, dessen Prozessoren im Gros der Smartphones werkeln, hat offenbar aktuell keine Pläne für CPUs mit 64-bit-Unterstützung. Obwohl das Unternehmen zusätzlich den Einstieg ins Server-Segment plant, sieht man laut Warren East, ARMs Geschäftsführer, noch keinen direkten Bedarf: „Unser Cortex-A15 ist zwar ein 32-bit-Prozessor, kann aber über eine Adresserweiterung auch 40-bit-Adressing durchführen. Für viele Serveranwendungen ist fehlende 64-bit-Unterstützung zudem kein Hindernis.“ Ob East hier tatsächlich Recht behält, ist fraglich.

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Alle aktuellen Server-CPUs der Konkurrenten AMD und Intel bieten auch 64-bit-Unterstützung. Viele Programme nutzen dies aus, so dass abzuwägen ist, ob ARMs Geschäftsführer die Bedeutung von 64-bit-Fähigkeiten eventuell unterschätzt. Immerhin räumt er ein: „Aktuell können wir keine 64-bit-Produkte ankündigen. Aber natürlich werden wir zu einem noch ungewissen Zeitpunkt in der Zukunft auch unsere Architektur in Richtung 64-bit weiterentwickeln.“ Zumindest aktuell scheint ARM aber keine Pläne in jene Richtung zu hegen.

East bestätigt: „Klar wäre es für uns hilfreich derartige Chips anzubieten, aber aktuell können wir darüber noch nicht diskutieren. Zudem steht uns der Großteil des Server-Marktes auch mit unserer aktuellen Roadmap offen.“

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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