Nintendo kontra „Garagen-Spiele“

Will keine Billig-Software für seine Plattformen anbieten

Reggie Fils-Aime, der Präsident von Nintendo of America, hält wenig von Billig-Spielen: Laut Fils-Aime wolle Nintendo auch für sein 3DS keine Spiele von „Amateur-Entwicklern“ anbieten und sich von „Garagen-Software“ fernhalten. Fils-Aime verurteilt dabei vor allem die Preispolitik für jene Titel, die Kunden in die Irre führe. Man könne für wenige US-Dollar einfach nicht die nötige Qualität bieten, argumentiert der Nintendo-Manager. Dennoch wolle man mit professionellen Indie-Entwicklern zusammenarbeiten, sich aber eben deutlich von Hobby-Programmierern distanzieren.

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Wo genau Nintendo dabei die Grenze ziehen will, ist unklar. Fils-Aime sprach explizit Spiele an, die etwa für 1 US-Dollar den Besitzer wechseln. Sony Ericsson und Apple bieten etwa derartige Spiele für das Xperia Play und die iOS-Plattformen an. Auch Sony möchte derart günstige Spiele für seine NGP ins Programm aufnehmen. Nintendo entscheidet sich gegen diese Strategie und will laut eigenen Aussagen auf Qualität statt Quantität setzen.

Fils-Aime kritisiert weiterhin, dass manche 1-US-Dollar-Spiele zwar gewissermaßen ihr Geld wert seien und Spaß machten, aber eben langfristig schnell verblassen. Genau dies will Nintendo vermeiden und Spiele anbieten, die für Langzeitmotiviation stehen.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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