Musikbranche jongliert Fantasiewerte

Schäden durch Raubkopien niedriger als behauptet

Die Musikindustrie wird nicht müde zu betonen welche erheblichen Schäden der gesamten Branche durch Raubkopien entstehen. In den USA behaupten Anwälte der Industrie nun vor Gericht die Tauschbörse Limewire hätte minimal 400 Milliarden US-Dollar und eventuell sogar maximal 75 Billionen Schaden verursacht. Dies wäre die Summe, welche die Betreiber demnach im Grunde der Industrie schulden würden. Die Zahlen wirken in der Tat übertrieben, übersteigt der letztgenannte Wert doch die summierten Bruttoinlandsprodukte der gesamten Welt. Der zuständige Richter schüttelte dementsprechend den Kopf.

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Selbst die Summe von 400 Milliarden Euro Schaden wirkt stark überzogen und würde den summierten Jahreseinnahmen zahlreicher arabischer Ölstaaten entsprechen. Dementsprechend tat der verantwortliche Richter die Einschätzungen der Anwälte als „absurd“ ab und beurteilte die Ansprüche der Musikindustrie als „unhaltbar“. Wie viel Schaden der Wirtschaft also wirklich durch Raubkopien bzw. Tauschbörsen entsteht, ist weiterhin schwer einzuschätzen.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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