Sony kann die NGP günstig fertigen

Herstellungskosten sind geringer als bei Vorgängerkonsolen

Aktuelle Gerüchte besagen, dass Sony an seiner NGP noch vor Erscheinen Hardware-Beschneidungen vorgenommen hat, um den Verkaufspreis in Richtung des Nintendo 3DS zu bewegen. Jetzt freut sich Sonys Finanzchef, Masaru Kato, dass die NGP im Verhältnis wesentlich günstiger herzustellen sei, als vergangene Playstation-Produkte wie die Playstation Portable oder die Playstation 3. Auch in Forschung und Entwicklung habe man weniger investieren müssen. Laut Kato erreichte man diese Einsparungen durch Auslagerung der Chip-Produktion und den Rückgriff auf bereits vorhandene Hardware-Komponenten.

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So steckt in der NGP ein ARM Cortex-A9 mit vier Kernen, der Nvidias Kal-El durchaus ähnelt. Als Grafiklösung dient Imaginations PowerVR SGX543MP4, die vermutlich auch bald in Smartphones und Tablets zum Einsatz kommt. Durch die Verwendung jener CPU- und Grafiklösungen dritter Hersteller, konnte man Entwicklungskosten sparen und auch die Herstellung wird günstiger. Auf diese Weise hofft Sony einen Preis von etwa 220 Euro erreichen zu können – identisch mit dem Verkaufspreis des Nintendo 3DS.

Vermutlich wollte Sony die Erfahrung mit der PS3 nicht wiederholen: Deren Cell-CPU, ein gemeinsames Projekt von Sony, IBM und Toshiba war extrem kostenaufwändig. Auch der in der PS3 verbaute RSX-Grafikchip ist eine Sonderanfertigung von Nvidia. Mit der NGP geht man nun einen anderen Weg und setzt auf nicht-exklusive und bereits anderweitig fertig entwickelte Komponenten.

Quelle: Electronista

André Westphal

Redakteur

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