Acer zettelt Preiskrieg an

102 Millionen Euro für Preisreduzierungen

Acer bezuschusst Händler in Europa insgesamt mit ca. 102 Millionen Euro, damit die Lagerbestände an Acer-Notebooks möglichst günstig und schnell abverkauft werden können. Analysten prophezeien, dass als Resultat dieser Investition ca. 3 Millionen Notebooks der Firma durch Händler extrem günstig abgegeben werden können. Dies könnte sich auf das gesamte Absatz- und Preisgefüge des europäischen Notebook-Marktes auswirken. ASUS Finanzvorstand, David Chang, wägt bereits die Ergebnisse ab und fürchtet keine Effekte, sollte es sich primär um Notebooks aus älteren Generationen handeln.

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Gleichzeitig räumt Chang ein: Sollte Acer aber auch neuere Notebooks mit Intels Sandy-Bridge-Plattform bezuschusst haben, wird sich dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf ASUS auswirken.

In Deutschland könnte der Preiskampf besonders ausarten, da Lenovo angekündigt hat den hierzulande sehr erfolgreichen Mainstream-Anbieter Medion aufzukaufen. ASUS schließt alerdings drastische Preissenkungen zunächst aus, hält sich langfristig aber alle Optionen offen.

Analysten glauben, dass Acer durch seinen Zuschuss von 102 Millionen Euro zwar kurzfristig Markanteile gewinnen wird, langfristig aber natürlich eine andere Strategie benötigt, um Gewinn zu machen. Sobald die alten Lagerbestände abgestoßen sind, erwartet man demnach auch von Acer eine andere Herangehensweise.

Quelle: DigiTimes

André Westphal

Redakteur

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