Handy-Nutzung laut Studie ungefährlich

Keine erhöhtes Risiko für Tumore feststellbar

Laut einer neuen Studie, in deren Rahmen die Daten von 2,8 Millionen Bürgern Dänemarks ausgwertet wurden, besteht für Langzeit-Handynutzer kein höheres Risiko ein Akustikusneurinom zu entwickeln als für Menschen, die komplett auf Mobiltelefone verzichten. Die Forscher untersuchten Menschen, die Handys bereits seit einem Zeitraum von 11 bis 15 Jahren nutzen. Bei Akustikusneurinomem handelt es sich um langsam wachsende Tumore, die das Hörvermögen beeinträchtigen und Gleichgewichtsstörungen auslösen können.

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Laut Dr. Joachim Schuz, einem Mitglied der Weltgesundheitsorganisation und dem Leiter der Studie, entwickeln sich Akustikusneurinome dort, wo auch Handys bei der Nutzung am stärksten Energie abgeben. Oft argumentieren Handy-Kritiker, dass Handy-Nutzung und die Entstehung der Neurinome zusammenhängen. Laut Schuz ist dies allerdings nicht der Fall: Die Ergebnisse der Studie sprechen eindeutig dagegen. Etwa hatten Langzeit-Handy-Nutzer kein höheres Risiko einen entsprechenden Tumor zu entwickeln. Erkrankten Probanden an einem Akustikusneurinom, befand es sich zudem oft nicht in dem Ohr, an welches das Handy vorwiegend gehalten wurde.

Shuz weist allerdings darauf hin, dass noch weitere Langzeitstudien nötig seien, um den Zusammenhang zwischen Handy-Nutzung und Akustikusneurinomen endgültig ad acta zu legen. Da sich die Tumore sehr langsam und über Jahre hinweg bilden, plädiert er für weitere Forschung. Bisherige Aussagen anderer Forscher, die von einem direkten Zusammenhang sprechen, hält er allerdings aufgrund der eigenen Ergebnisse für unglaubwürdig.

Quelle: Electronista

André Westphal

Redakteur

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