AMOLED-Technik aus Taiwan?

Panel-Hersteller erkennen nur langfristig Potentiale

Taiwanesische Panel-Hersteller zögerten bisher dabei, AMOLED-Technik weiterzuentwickeln. Während der südkoreanische Hersteller Samsung AMOLED-Displays beispielsweise im Gros seiner Smartphones einsetzt, herrscht in Taiwan vorsichtige Skepsis: In den nächsten Jahren erwarten die Hersteller keine ernsthafte Konkurrenz für TFT-LCDs, sehen aber zumindest langfristig Potential für die AMOLED-Technik. In Südkorea bewertet man AMOLED nicht nur für Smartphones, sondern auch für Fernseher und Monitore als die Technik der Zukunft. Taiwan will frühestens nach drei Jahren nachziehen.

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Samsung Mobile Display erweitert unterdessen seine Produktionskapazitäten und will bis Ende 2011 pro Monat 48.000 Einheiten produzieren. In der ersten Jahreshälfte 2012 soll diese Zahl auf 90.000 ansteigen.

Am Markt sind AMOLED-Panels beliebt, allerdings verbleiben einige Probleme bezüglich der Technik: So erreicht man aktuell nur Auflösungen von ca. 275 ppi, während TFT-LCDs bis zu 300 ppi schaffen. Zudem gibt es immer wieder Produktionsengpässe, die in der Vergangenheit auch zu Veröffentlichungsverzögerungen bei Smartphones geführt haben. Man munkelt etwa, dass Apple aus diesem Grund bisher bei seinen iPhones auf die AMOLED-Technik verzichtet habe.

AMOLED-Displays sind aus Sicht der Firmen aus Taiwan langfristig damit eine sichere Basis am Markt, sollen innerhalb der nächsten drei Jahre aber keine Gefahr für traditionelle LCDs darstellen.

Quelle: DigiTimes

André Westphal

Redakteur

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