Die Zukunft des Spielemarktes?

Studie gibt Hoffnung auf mehr Wachstum

Laut aktueller A.T. Kearney Studie fiel das Wachstum im Markt für PC- und Videospiele 2010 enttäuschend aus: Nur 0,5 % Wachstum gab es zu verzeichnen, nachdem der Markt bereits 2009 geschwächelt hatte. Nun hofft man bis 2015 wieder ein jährliches Wachstum von etwa 5,5 % zu erreichen. Hoffnungsträger sind in erster Linie Online- und Mobile-Games im Smartphone- sowie Tablet-Segment. Für Online-Spiele erwartet man bis 2015 ein durchschnittliches Jahreswachstum von 12 %. Bei Mobile Games könnten es sogar 14 % sein. Düster soll es laut Studie dagegen für traditionelle Konsolenspiele aussehen.

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So sind bisher im Konsolenbereich die größten Wachstumseinbrüche zu verzeichnen. Allein das Erscheinen neuer Eingabemöglichkeiten durch Microsofts Kinect und Sonys Move habe den totalen Absturz verhindern können. Als Gegenmaßnahmen bewertet die Unternehmensberatung A.T. Kearney mehr Schwerpunkte auf Online-Vertriebsformen und Cross-Plattform-Orientierung. Aufgrund des geringen Wachstums erwartet A.T. Kearney eine neue Konsolengeneration spätestens für 2013 bzw. 2014.

Dr. Florian Dickgreber, Leiter der Kommunikations- und High-Tech-Sparte bei A.T. Kearney, prophezeit insgesamt: „Vor allem Mobile-Games profitieren von einer steigenden Penetration von Smartphones und Tablets. Online-Games hingegen verleiht die immer bessere Marktdurchdringung von Breitbandzugängen zusätzlichen Rückenwind.“ Als Schlüsselelement bewertet er auch Sonys Öffnung der Playstation-Plattform und erwartet für die Zukunft ähnliche Schritte von Microsoft und Nintendo.

Deie Studie erkennt fünf zentrale Paradigmenwechsel im Spielesegment: 1. Der Online-Vertrieb ersetzt zunehmend den stationären Handel. 2. Stationäre und mobile Konsolen wachsen zusammen. 3. Social-Gaming im Internet erschliesst ganz neue Spieleinteressenten. 4. Free-To-Play-Modelle locken immer mehr Spieler und erlauben hohe Gewinne durch kostenpflichtige In-Game-Zusatzangebote. 5. Cloud-Gaming fördert das Cross-Plattform-Spielen und macht teure Hardware langsam überflüssig.

Quelle: Pressemitteilung

André Westphal

Redakteur

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