Analysten kritisieren HP

Aufgabe der PC-Sparte sei ein Fehler

HP hatte diese Woche offengelegt sein webOS für mobile Endgeräte sowie seine PC-Sparte aufzugeben, um sich in Zukunft auf Geschäftskunden zu konzentrieren. Analysten kritisieren HP für diese Entscheidung jetzt drastisch. Auch am Markt begegnet man der Meldung skeptisch, denn die Aktien HPs fielen am Freitag um stolze 20 %. Vor allem die Entscheidung das webOS und entsprechende Tablets wie das TouchPad nur 48 Tage nach dem Erscheinen aufzugeben, sorgte für Kopfschütteln bei Marktbeobachtern und Analysten.

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Shannon Cross, Analysten bei Cross Research, bemängelt: „Wir glauben HP verfügt weiterhin über wertvolles Unternehmensgut. Gleichzeitig denken wir sie verkaufen sich unter Wert, denn das Management ist unfähig angemessene wirtschaftliche sowie strategische Entscheidungen zu fällen.“ Etwas gemäßigter äußert sich Jayson Noland, ein Analyst bei Baird: „Generell sehen wir HPs Schritt zu Produkten mit höheren Gewinnmargen durchaus als positiv an. Aber dieser Wandlungsprozess erweist sich als sehr kostspielig und birgt viele Risiken bei den Implementierungsmaßnahmen im Unternehmen.“

Die Meinung anderer Analysten bewegt sich ebenfalls in diesem Spannungsfeld. Als Konsens kristallisiert sich heraus, dass die Wandlungsprozesse für HP vermutlich Jahre und nicht nur ein oder zwei Quartale brauchen werden. Erst langfristig kann sich zeigen, ob der Strategiewechsel die richtige Entscheidung war.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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