Amazon verkauft Kindle Fire mit Verlust

Zahlt ca. 10 US-Dollar pro Stück drauf

Laut den Analysten des Marktforschungsunternehmens IHS iSuppli fährt Amazon mit jedem verkauften Kindle Fire ca. 10 US-Dollar Verlust ein. So schätzt man die Herstellung eines Kindle Fire kostet rund 209,63 US-Dollar. Im Handel wechselt das Tablet aber bereits für 199 US-Dollar den Besitzer. Am kostspieligsten ist der IPS-LCD mit 87 US-Dollar. Amazon nimmt die Verluste bei der Hardware hin, um das Kindle Fire am Markt zu etablieren und durch Verkäufe bei den Apps und Inhalten Gewinn einzuholen. Genau so verfuhr Amazon auch bei der Erstveröffentlichung des E-Readers Kindle.

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Im Tablet-Markt steht Amazon mit dieser Strategie relativ allein da und operiert im Grunde ähnlich wie Konsolenhersteller, die ebenfalls bei der Hardware Verluste hinnehmen, um mit der Software zu verdienen. Amazon baut auf seinem enormen Medien-Ökosystem auf, denn in den USA bietet das Online-Händler auch zahlreiche Download- und Streaming-Funktionen für digitale Inhalte an.

iSuppli bewertet das Kindle Fire im Ergebnis weniger als eine Konkurrenz für Apples iPad oder andere Android-Tablets und mehr als einen „Super-E-Book-Reader“. Gerade diese Nische könnte sich aber für Amazon als Erfolg erweisen.


Quelle: iSuppli

André Westphal

Redakteur

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