Will Wright glaubt an Spielekonsolen

Entwickler-Legende prophezeit eine gesicherte Zukunft

Entwickler-Legende Will Wright („Die Sims“) hat eine Lanze für traditionelle Spielekonsolen gebrochen: Zwar wachse die Konkurrenz durch andere Plattformen wie Smartphones und Tablets sowie Social Gaming in sozialen Netzwerken, doch die Ära der Konsolen sei damit noch lange nicht vorbei. Laut Wright blieben Konsolen für Core-Gamer auch in Zukunft die erste Anlaufstelle, selbst wenn ihre Bedeutung gesamtgesellschaftlich abnehmen sollte: „Ich denke nicht, dass die Zeit der Konsolen abgelaufen ist. Sie werden lediglich nicht mehr wie heute das Zentrum des Marktes sein.“

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Wright schiebt den Paradigmenwechsel nicht nur auf neue Plattformen, sondern auch auf eine Verbreiterung der Zielgruppen: „Früher richteten sich Videospiele in erster Linie an 16jährige Jungen. Heute zocken alle Generationen, Geschlechter und soziale Schichten Videospiele.“ Laut Wright werde es weiter die High-End-Konsolen geben, die Core-Gamer neben ihren HD-Fernseher stellen. Nur wird eben das Gros der Gelegenheitsspieler andere Plattformen nutzen.

Die größten Veränderungsantriebe sind laut Wright das soziale Erlebnis und das Spielen in kurzen Sessions: Spieler wollen sich zum einen mit ihren Freunden vernetzen und zum anderen kurze Sitzungen abhalten, um sich zwischen anderen Aktivitäten eine Pause zu gönnen. Spiele füllen quasi Wartezeiten aus, wie eine kurze Partie „Angry Birds“ während des Ausharrens an der Supermarkt-Kasse.

Wright bewertet die Veränderungen insgesamt positiv und denkt, dass Videospiele heute eine größere und breitere Zielgruppe erreichen als jemals zuvor. Somit gebe es genügend Platz für viele verschiedene Plattformen.

Quelle: GamesIndustry

André Westphal

Redakteur

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