PayPal sieht schwarz für NFC

Technik setze sich zu langsam durch

Sprecher des Online-Bezahldienstes PayPal äußern sich kritisch über die Zukunft der Near Field Communication (NFC): Bis genügend Anwender NFC über ihr Smartphone zum Bezahlen nutzen könnten, werde vermutlich bereits eine Nachfolgetechnik in den Startlöchern stehen. Rob Skinner, Leiter der PR-Abteilung bei PayPal UK, stellt klar: „Unserer Meinung nach ist NFC in erster Linie ein Steckenpferd der Elektronik- und Bezahldienste-Industrie“ und ergänzt „Das Problem ist, dass nur wenige Kunden überhaupt ein NFC-fähiges Smartphone besitzen.“

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Skinner verweist zudem darauf, dass die meisten großen Handlesketten ihre Kassensysteme nur ungern großen Veränderungen unterziehen und die NFC-Einbindung daher auch im Handel nur sehr zögerlich vonstatten gehe. Die Händler würden ihre System erst für NFC rüsten, wenn sich die Technik am Markt großflächig etabliert habe und die Kundenwünsche es nötig machten. Von Kundenseite bestehe aber wiederum Skepsis gegenüber der Sicherheit der Technologie: Selbst diejenigen, die über ein Handy mit NFC-Unterstützung verfügen, sind also nicht unbedingt bereit es auch für Bezahlvorgänge zu nutzen.

PayPals Skinner schlussfolgert: „NFC könnte interessant sein und Bezahlvorgänge verändern, doch in der Realität kann es gut sein, dass die Welt sich schon in naher Zukunft neuen Dingen zuwendet.“ Laut Skinner sei PayPal beileibe kein NFC-Gegner, wolle die Technik aber nicht unnötig hochloben und realistisch bleiben.

Quelle: TechRadar

André Westphal

Redakteur

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