Google erläutert Nexus-Strategie

Unternehmen begründet den Verzicht auf SD-Kartenslots

Google hat erklärt, warum die Smartphones und Tablets unter dem Nexus-Banner keine Slots für microSD-Karten bieten. Matias Duarte, Googles Leiter für Benutzerdienste in Android, begründet die Strategie: „Jeder mag SD-Karten, aber für Kunden ist das Prinzip verwirrend.“ Duarte führt weiter aus: „Wenn man Fotos, Videos oder Musik speichert, wo landen die Daten? Auf dem internen Speicherplatz des Smartphones oder auf der Speicherkarte? Soll man eine allgemeine Einstellung festlegen oder vor jedem Speichervorgang fragen? Was geschieht, wenn man die Karte entfernt? Das ist einfach zu kompliziert.“

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Aus diesem Grund verzichte Google bei den Nexus-Geräten auf SD-Karten – so lautet zumindest die offizielle Begründung. Indirekt könnte auch eine Rolle spielen, dass die Hersteller für ihre Smartphones und Tablets mit mehr Speicherplatz satte Aufschläge nehmen, die preislich oft in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten bei der Hardware stehen. So wird auch Google vermutlich an Nexus-Geräten mit beispielsweise 32 statt 16 GByte Speicherplatz mehr verdienen. Könnte man aber bei allen Modellen den Speicherplatz einfach selbst mit SD-Karten erweitern, würden eventuell mehr Käufer zu den Geräten mit am wenigsten internem Speicherplatz und ergo auch den niedrigsten Gewinnmargen für die Hersteller greifen.

Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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