Gesundheitswesen zu leichtsinnig

Öffnet Datendieben Tür und Tor

Die Speicherung von gesundheitsbezogenen Daten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ein Zeichen dieser Entwicklung ist auch der Zwang, in Zukunft auf seiner Krankenkassenkarte ein Foto zu verwenden. Gleichzeitig soll die Datensicherheit allerdings unzureichend sein, geht aus den Berichten der Washington Post hervor. Kaum ein Bereich gehe so leichtsinnig mit Daten um wie das Gesundheitswesen, lautet das Fazit einer Untersuchung. Sollten Hacker also nach leichten Zielen suchen, fänden sie diese bei entsprechenden Behörden, Krankenhäusern und Krankenkassen.

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„Ich habe noch niemals eine Branche mit derart klaffenden Sicherheitslücken erlebt“, kritisiert Avi Rubin, technischer Leiter des Instituts für Datensicherheit der Johns Hopkins Universität. Rubin setzt hinzu: „Wäre die Datensicherheit in der Finanzbranche genau so katastrophal wie im Gesundheitswesen, würde ich mein Geld lieber in meiner Matratze aufbewahren.“

Vermutlich wird die Datensicherheit im Gesundheitswesen nicht ernst genommen, da es hier bisher weitaus weniger Angriffe gab als beispielsweise in der Finanzbranche. Doch je mehr Informationen in internen Netzwerken und der Cloud gespeichert werden, desto interessanter wird auch die Gesundheitsindustrie für Hacker. Somit wäre es in jedem Fall wünschenswert, wenn in Zukunft im Gesundheitswesen und medizinischen Bereich die Datensicherheit verbessert wird.

Quelle: Gigaom

André Westphal

Redakteur

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