AMD wertet Bulldozer als Flop

Architektur kam den Hersteller teuer zu stehen

AMD Prozessoren auf Basis der Bulldozer Architektur erschienen nach vielen Verschiebungen 2011 auf dem Markt und ernteten ein verhaltenes Echo: Die Leistung pro Watt sei zu gering und die Single-Thread-Leistung zu niedrig. Der komplexe, modulare Aufbau der Bulldozer-Architektur wurde nicht zu ihrem Siegeszug, sondern zum Verhängnis. Weder im Segment für Privatkunden noch im Serverbereich entwickelte Bulldozer die von AMD erhoffte Zugkraft. Das gesteht auch AMD selbst jetzt nachträglich überraschend ehrlich ein.

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Andrew Feldman , Unternehmens-Vizepräsident und General-Manager der Server-Sparte bei AMD, sagt direkt: „Ohne Zweifel war Bulldozer schlicht und einfach ein Fehlschlag. Die Architektur hat den Geschäftsführer den Job gekostet, die meisten Manager um ihre Arbeit gebracht und auch das Ende des Vizepräsidenten für Ingenieurswissenschaften besiegelt. Nun haben wir ein neues Team. Allen ist klar, dass sich ein derartiges Versagen nicht wiederholen kann.“

Zwar soll auch die kommende Architektur Steamroller, die 2014 AMDs Prozessoren antreiben wird, auf Bulldozer basieren, entsteht aber bereits im 28-Nanometer-Verfahren und ist stark optimiert.

Quelle: PCWorld

André Westphal

Redakteur

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