Xbox One als „Trojaner“?

CSU-Politikerin kritisiert die Konsole

Die deutsche Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), hat die Microsoft Xbox One provokant als „Trojaner im Wohnzimmer“ bezeichnet. Damit stimmt sie in die vielfach geäußerten Bedenken zum Schutz der Privatsphäre der Spieler ein: „Eine Konsole mit Sprachsteuerung, die jede Regung aufzeichnet – das erscheint vielen Kunden wie ein Trojaner, den sie sich ins Wohnzimmer holen.“ Aigner fordert Microsoft zu mehr Transparenz auf und wirft dem US-Unternehmen vor viele Fragen aktuell offen zu lassen und lediglich sehr vage Aussagen zu tätigen.

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So fordert die Ministerin: „Das Unternehmen muss klar sagen, was mit den Daten der Nutzer geschieht und wie sie verarbeitet werden.“ Microsoft habe zwar davon gesprochen, dass die Privatsphäre der Nutzer oberstes Gebot sei, mehr als große Worte seien das bisher aber eben nicht.

Speziell in Deutschland werden die Bedenken an der Xbox One, die Kinect zum Betrieb voraussetzt, immer lauter. Auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, bezeichnete die Microsoft-Konsole schon als „Überwachungsgerät“. Microsoft konterte, dass der Konzern das Thema Datenschutz extrem ernst nehme und natürlich mit den entsprechenden Behörden zusammenarbeiten werde.

Quelle: 4Players

André Westphal

Redakteur

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