Dell mit enttäuschendem Quartal

Gewinne sind um 72 % gesunken

Bei Dell gab es Querelen: Der Geschäftsführer Michael Dell wollte das Unternehmen von der Börse wegbringen und stieß dabei auf Widerstand des mächtigen Investoren Carl Icahn. Die internen Uneinigkeiten spiegeln sich auch in den Quartalsergebnissen wieder – die Reingewinne sind im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum 2012 um 72 % gefallen. Zumindest stärkt dies Michael Dells Position. Letzterer hatte pro Aktie 13,75 US-Dollar plus eine Dividende von 13 Cent geboten. Icahn kritisierte jene Offerte als zu niedrig. Angesichts der schlechten Geschäftsergebnisse könnte Icahn seine Ansichten überdenken.

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Dell hat vor allem mit der Stagnation im PC-Markt zu kämpfen. So konnte man im zweiten Quartal 2013 nur 204 Mio. US-Dollar Gewinn machen – 732 Mio. US-Dollar waren es im gleichen Zeitraum 2012. Lediglich im Markt für Geschäftskunden kann Dell noch Wachstum verbuchen.

Gründer Michael Dell will sein Unternehmen von der Börse abziehen, um radikale Neuerungen abseits der Einmischungen von Aktionären durchzuführen. Der Aktionär Carl Icahn wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, so dass in Delaware mittlerweile gar vor Gericht eine Anhörung angesetzt ist, um die Fronten zu klären.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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