Investoren verklagen AMD

Hersteller habe bezüglich Llano getäuscht

In den USA haben sich mehrere Investoren zu einer Sammelklage gegen AMD zusammengetan. Gemeinsam wirft man dem Hersteller vor, Aktionäre bezüglich der zu erwartenden Verkaufszahlen der Chips der Reihe „Llano“ getäuscht zu haben. Eingereicht wurde die Klage in Kalifornien. Sie soll Aktionären, die zwischen dem 27.10.2011 und dem 18.10.2012 Aktien erworben haben, die Möglichkeit geben Entschädigung zu erhalten. AMD habe seine Aktionäre und potentielle Investoren „bewusst getäuscht“, was den zu erwartenden Erfolg der Llano-APUs betrifft.

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AMD habe mehrfach hervorgehoben, dass das Interesse der Partner und Kunden an den Llano-APUs enorm sei. So sei die Nachfrage laut AMD „höher als erwartet gewesen“. Das soll AMD zumindest laut Klageschrift damals behauptet haben. Letzten Endes habe dies aber nicht der Wahrheit entsprochen, wie AMD im Nachhinein selbst eingestanden habe. Speziell in China und Europa sei Llano wesentlich schlechter angekommen als erhofft. Aus den niedrigen Absatzmengen resultierte später auch ein starker Abfall des Aktienwertes.

Selbst zu stark reduzieren Preisen habe AMD es anschließend nicht geschafft ausreichend Llano-Prozessoren an den Mann zu bringen, wirf man dem Hersteller nun in der Klage vor. Die Chips hätten die Lager gefüllt und hohe Kosten verursacht.

Nun müssen die Kläger AMD jedoch bewusste Täuschung nachweisen. Ob dies vor Gericht gelingt, ist fraglich.

Quelle: Robbins Geller Rudman & Dowd LLP

André Westphal

Redakteur

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