Brisante neue AGB für Skype

Zwischenspeicherung auf Skype-Servern kommt

Microsoft hat Nutzern des Instant Messengers Skype bereits per E-Mail mitgeteilt, dass sich die Nutzungsbedingungen ab Ende März ändern. Dabei handelt es sich jedoch nicht unbedingt um Kleinigkeiten. In Deutschland ist eine neue Debatte unter Datenschützern vorprogrammiert: So will Microsoft die Kommunikationsinhalte in Skype zukünftig auf seinen Servern zwischenspeichern. Als Begründung nennt man, dass mehrere Geräte zur Synchronisierung fähig sein sollen. Allerdings ist natürlich offen, inwiefern Microsoft die Daten hinter den Kulissen auswertet.

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Zugleich behält sich Microsoft vor in Zukunft „Inhalte, die in oder über die Software, Produkte und Skype-Webseite eingegeben werden, zur Durchsetzung der vorliegenden Bedingungen zu überprüfen“. Demnach bestünde auch die Möglichkeiten Nachrichten und Dateiübertragungen zu verhindern, was man auch im Anschluss erklärt. Microsoft könne „in eigenem Ermessen Sofortnachrichten, SMS, Videos, Medien oder andere Kommunikationen blockieren oder deren Zustellung auf sonstige Weise verhindern“. Microsoft räumte sich dieses Recht zwar auch vorher ein, warnte aber: „Es ist daher möglich, dass Sie Inhalten ausgesetzt werden, die anstößig, ungesetzlich, jugendgefährdend, obszön, unsittlich oder anderweitig beanstandbar sind.“ Interessanterweise hat man genau diesen Abschnitt nun entfernt. Bisher untersagte Microsoft unter Skype wörtlich Inhalte, die „anstößig, gesetzeswidrig, jugendgefährdend, obszön, rufschädigend, verleumderisch, bedrohend, pornografisch, belästigend, gehässig, rassistisch oder ethnisch beleidigend “ seien. Jetzt verbietet Microsoft allgemein „unangebrachte Bilder“, und setzt bereits bei „Darstellungen von Nacktheit“ oder „Brutalität“ an.

Bedenklich ist, dass Microsoft offen lässt, wie man die Art der Inhalte unter Skype kontrollieren möchte, ohne die Privatsphäre der Anwender zu verletzen.

Quelle: E-Mail

André Westphal

Redakteur

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