GOG: Bald länderspezifische Preise

Verteuerung von Spielen ist vorprogrammiert

Der Spiele-Anbieter GOG.com (Good Old Games) setzt sich vor allem dadurch von der Konkurrenz wie EAs Origin oder Valves Steam ab, dass die digital gekauften Games komplett frei von Kopierschutzmaßnahmen bzw. DRM sind. Leider müssen Kunden für diese Freiheit bald ein paar Abstriche in Kauf nehmen, wie der leitende Manager der Plattform, Guillaume Rambourg, enthüllt. GOG hat bereits angekündigt, in Zukunft nicht mehr international einheitliche Preise in US-Dollar anzulegen, sondern ähnlich wie auch Steam länder- bzw. regionsspezifische Preismodelle zu nutzen.

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Für Kunden in Europa wird dies zwangsläufig eine Preiserhöhung bedeuten, wie Rambourg auch bestätigt. Laut dem Manager sei eine regionale Preispolitik jedoch unvermeidbar, um auch große Triple-A-Spiele ohne DRM anbieten zu können. So seien die Publisher ohnehin bereits skeptisch, was Spiele ohne Kopierschutzmechanismen betreffe. Wenn man aber auch noch niedrigere Gewinne anbiete, weil die Steuern in etwa Deutschland oder dem Vereinigten Königreich nicht ausreichend berücksichtigt würden, habe man verloren.

In Über 3500 Kommentaren zeigen sich Gamer verärgert über diesen Schritt. Der GOG-Mitarbeiter versucht die Wogen zu glätten und erklärt, dass man sein Angebot erweitern müsse – das gehe nur mit aktuellen Spielen. Dafür brauche man die großen Publisher an Bord. GOG wolle weiterhin für Spiele ohne DRM stehen und die Industrie überzeugen, dass dies insgesamt der richtige Weg sei: „Um ganz direkt zu sein: DRM ist scheiße – wir werden es niemals einsetzen. DRM beandelt ehrliche Kunden wie Dreck und Raubkopierer kommen damit ohnehin nicht in Kontakt.“

Quelle: GOG

André Westphal

Redakteur

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