Gründe für Mini-Speicher bei Einstiegs-Smartphones

Pauschalabgaben setzten Hersteller unter Druck

An mobilen Endgeräten steigt der Speicherbedarf: Es gibt immer größere Apps – aktuelle Core-Games wie „Dragon Quest VII“ belegen beispielsweise bereits allein mehr als 1 GByte Speicherplatz. Wer dann noch mit seiner Kamera Fotos knipst und Videos aufzeichnet, hat den internen Speicher bald gefüllt. Dennoch bleiben gerade Einstiegsgeräte weiterhin bei 4 bzw. im besten Fall 8 GByte Speicherplatz stehen. Oft stehen ab Werk für Anwender nur 2 GByte frei zur Verfügung. Fehlt ein microSD-Kartenslot, ist der Ärger groß. Eine der Ursachen für diese Strategie ist die deutsche Pauschalabgabe.

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So kassiert die umstrittene Verwertungsgesellschaft GEMA in Deutschland eine Pauschalabgabe auf USB-Sticks, CDs, DVDs, MP3-Player und auch Smartphones. Für ein Gerät mit 4 GByte Speicherplatz drücken Hersteller in Deutschland 16 Euro an die GEMA ab. Ab 8 GByte fallen insgesamt an GEMA, VG Wort und VG Bild insgesamt Abgaben in Höhe von 36 Euro an. Das macht sich bemerkbar bei den Einstiegsmodellen mit niedrigen Gewinnmargen.

In Deutschland sind die Pauschalabgaben für die Hersteller somit ein wichtiger Kostenfaktor, der sich bei Einstiegsmodellen stärker bemerkbar macht als die Kosten für den zusätzlichen Flash-Speicher. Leidtragende sind die Kunden, die deswegen bei Einstiegs-Smartphones weiterhin häufig mit 4 GByte Speicherplatz auskommen müssen.

Quelle: Inside-Handy

André Westphal

Redakteur

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