Oculus Rift erscheint zum Herstellungspreis?

Geringer Verkaufspreis um Virtual Reality zu pushen

Laut dem Geschäftsführer von Oculus VR, Brendan Iribe, könnte das Virtual-Reality-Headset Oculus Rift zum Herstellungspreis auf den Markt kommen. Im Interview mit Ars Technica gibt sich Iribe dabei realistisch, was die potentiellen Verkaufszahlen des VR-Headsets betrifft. So rechne Iribe laut eigenen Aussagen mit etwas mehr als 1 Mio. verkauften Einheiten während des Lebenszyklus des ersten Oculus Rift für Privatkunden. Ziel sei zunächst VR-Enthusiasten und Early Adopter ins Boot zu holen sowie die Entwickler dazu zu bringen sich mit der Technik vertraut zu machen.

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Erst mit der zweiten Generation der Oculus Rift erwartet Brendan Iribe einen größeren Push für die Virtual-Reality-Technik und die volle Entfaltung des Potentials am Markt. Dann rechnet der Geschäftsführer von Oculus VR auch mit den wahren „Killer-Apps für VR“.

Analysten gehen davon aus, dass die großen Publisher aus der Spieleindustrie erst in VR-Implementierung in Games investieren werden, wenn die entsprechende Kundenbasis vorhanden ist. 1 Mio. verkaufte Einheiten wären in diesem Fall ein Achtungserfolg für Oculus VR aber für Sony mit Project Morpheus eher eine Enttäuschung. Als aktuelles Problem bewertet Iribe dabei aktuell erstaunlich offen den Mangel an interessantem VR-Content. Hier müsse man dringend nachbessern.

Dies sei auch ein Grund, aus dem man zunächst die Adoption der Hardware durch niedrige Verkaufspreise vorantreiben wolle. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg selbst vertraue auf diesen Weg: Zuckerberg wolle Oculus Rift möglichst zum Herstellungspreis anbieten, um möglichst viele Kunden zu gewinnen und auf dieser Basis dann später nach Monetisierierungswegen zu fahnden. Denn mit der Kundenbasis steige natürlich auch der Interesse der Entwickler-Community.

Quelle: ArsTechnica

André Westphal

Redakteur

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