Feministin erhält Morddrohungen von Gamern

Anita Sarkeesian im Kreuzfeuer

Das Thema Feminismus ist generell ein heißes Eisen: In Zeiten, in denen Frauenbeauftragte sich nun Gleichstellungsbeauftragte nennen und der Gender-Diskurs selbst in der Wissenschaft oft in einseitigen Ideologien mündet, fühlen sich viele Männer missverstanden bzw. benachteiligt. Jene Frustration bzw. jener Zorn entlud sich nun auf die Feministin Anita Sarkeesian, welche für ihren Video-Blog Feminist Frequency bekannt ist. Darin beleuchtet sie weibliche Charaktere in Videospielen und übt scharfe Kritik an den meisten Darstellungen.

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2012 erlangte Sarkeesian dank der Crowd-Funding-Plattform Kickstarter einen Geldsegen von 150.000 US-Dollar. Mit diesem Kapital realisierte sie ihre neue Videoreihe „Tropes vs. Women“ und treibt ihre Kritik an aktuellen Games und deren Inszenierungen von Frauen auf die Spitze. Vielen Zockern passten die Argumentationen offenbar nicht. Doch statt sachlich dagegen zu halten, denn Sarkeesians Thesen sind durchaus teilweise leicht zu widerlegen, ergoss sich ein derber Shitstorm über die Feministin.

Es kam sogar zu Vergewaltigungs- und Morddrohnungen, die sich nicht nur gegen Sarkeesian selbst, sondern auch gegen deren Familie richteten. Am Ende schaltete die Feministin die Polizei ein. Die Folgen der Ermittlungen sind aktuell noch offen.

Quelle: FemFreq(Twitter)

André Westphal

Redakteur

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