Spieleentwickler & die Droge „30 fps“

Denken Gamer lassen sich leicht verschaukeln

Wir erinnern uns an die Kontroversen rund um das Spiel „Assassin’s Creed: Unity“: Auf den Konsolen Microsoft Xbox One und Sony Playstation 4 wird das Spiel nur in 900p mit 30 fps laufen. Die niedrige Framerate rechtfertigten die Entwickler geradezu absurd damit, dass 30 fps „kino-artiger“ seien als 60 fps. Ubisoft setzte generell hinzu, dass man sich in Zukunft wohl auf mehr Games mit 30 fps statt mit 60 fps einstellen müsse. Jetzt facht der Exklusivtitel „Bloodborne“ für die PS4 die Diskussion erneut an und erhitzt die Communities. Dieses Spiel wird zwar in 1080p, aber ebenfalls mit 30 fps laufen.

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PC-Spieler schütteln an dieser Stelle den Kopf: Enthusiasten empfinden in Single-Player-Spielen vielleicht 60 fps als annehmbar, wünschen sich für rasante Multiplayer-Spiele aber meistens 100 fps und mehr. Doch für Konsolenspieler gelten andere Regeln. Soweit so gut, doch eine Aussage des Produzenten von „Bloodborne“, Masaaki Yamagiwa, sorgte in der Spielerschaft für die Frage, für wie einfach gestrickt man in den Entwicklerstudios die Zocker halte: So erklärte Yamagiwa, man habe bei „Bloodborne“ von Anfang an die Erfahrung auf 30 fps ausgelegt, weil diese Framerate „die beste für Action-Spiele“ sei. An dieser Stelle spuckt so mancher Gamer prustend seinen Kaffee aus.

Mittlerweile hat Arata Naito, Marketing-Mitarbeiter bei Sony Computer Entertainment Asien, die Aussagen allerdings korrigiert: Yamagiwa habe lediglich „Bloodborne“ gemeint und nicht Action-Spiele im Allgemeinen. Seine Aussage sei aus dem Japanischen falsch ins Englische übertragen worden. Dennoch ist der Spott nicht weit: In Gaming-Communities stellen selbst Konsoleros fest, dass 30 fps gerade so das Minimum für eine flüssige Spielerfahrung sei – keinesfalls aber etwas, wonach man für sein Spiel streben sollte.

Quelle: PlaystationLifestyle

André Westphal

Redakteur

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