Playstation 4: Die Bilanz des ersten Jahres

Sonys Plattform liegt aktuell in Führung

Genau wie die Microsoft Xbox One ist auch die Sony Playstation 4 mittlerweile ca. ein Jahr lang auf dem Markt. In Deutschland seit dem 29. November 2014 für 399 Euro erhältlich, hat die Konsole nicht nur hierzulande viele Käufer gefunden. So wechselte die Next-Generation-Plattform aufgrund von Lieferengpässen in den ersten Wochen in Online-Auktionshäusern teilweise für den doppelten Preis den Besitzer. Mittlerweile ist die PS4 breit verfügbar und wir betrachten die Entwicklungen des ersten Jahres in einem kurzen Rückblick.

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Auch Sony hat seiner neuen Konsole neue Multimedia-Fähigkeiten spendiert: Mittlerweile kann die PS4 genau wie die Xbox One Blu-ray 3D abspielen. Anfangs fehlte diese Option leider. Überraschend ist, dass Sony trotz der beeindruckenden Verkaufszahlen, die weltweit deutlich vor der Xbox One liegen, allerdings bisher hochkarätige Exklusivtitel fehlen. Etwa blieb das Spiel „inFamous: Second Son“ etwas hinter den Erwartungen zurück und auch „Little Big Planet 3“ ist kein System-Seller. Von Flops wie „Knack“ gar nicht zu reden.

Stattdessen entpuppt sich die PS4 als Indie-Paradies: Nicht nur, dass monatlich neue Indie-Spiele kostenlos für Abonnenten von Playstation Plus zur Verfügung stehen, es erscheinen stetig neue Titel für die Konsole. Hier zahlt sich Sonys Unterstützung unabhängiger Entwickler aus.

Mittlerweile hat sich zudem gezeigt, dass die PS4 auch in der Praxis Vorteile durch ihre Mehrleistung gegenüber der Xbox One hat: Spiele wie „Dragon Age: Inquisition“ laufen beispielsweise auf der PS4 in 1080p, während sich die Xbox One mit 900p begnügen muss. Inwiefern hier in Zukunft eventuell eine Angleichtung stattfinden könnte oder die Unterschiede wachsen, sobald die Entwickler die Hardware der beiden Konsolen besser kennenlernen, bleibt abzuwarten.

Als Flops haben sich an der PS4 manche Design-Entscheidungen für den DualShock 4 erwiesen. Auch wenn das Eingabegerät insgesamt viel Lob einheimsen konnte und als Fortschritt gegenüber dem DualShock 3 gilt, liegen Neuerungen wie die Lightbar oder das Touchpad im Alltag in der Regel brach. Die meisten Entwickler nutzen das Touchpad lediglich als weitere, übergroße Taste. Die Lightbar entbehrt oft jeglichen Sinns und glüht nur stetig blau vor sich hin. Zudem ist die Akkulaufzeit des DualShock 4 ein Problem: Sie fällt deutlich geringer aus als beim Vorgängermodell.

Jetzt heißt es abwarten, was die Zukunft der Sony Playstation 4 bringen wird: Vor allem bei den Exklusivtiteln hat Sony viel Arbeit vor sich. Ob Funktionen wie Share Play, das bereits einige Entwickler vermeiden, einen Mehrwert darstellen, muss dagegen die Zeit zeigen. Vielleicht wird auch das Virtual-Reality-Headset Project Morpheus das Interesse an der PS4 weiter anfachen.

Quelle: Eigene

André Westphal

Redakteur

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