E-Sports bei Olympia gewünscht

Ehemaliger Blizzard-Designer setzt sich dafür ein

Der ehemalige kreative Leiter des Entwicklers Blizzard Entertainment, Rob Pardo, fordert E-Sports auch als olympische Sportdisziplin einzuführen. Pardo war unter anderem selbst bei der Entwicklung des Online-Rollenspiels „World of Warcraft“ federführend. Gerade E-Sports seien für Zuschauer besonders spannend und erreichen in asiatischen Ländern bereits ein Millionen-Publikum bei Events. In Seoul in Südkorea etwa nahmen kürzlich an einem E-Sports-Finale live 40.000 Zuschauer teil und füllten ein Stadion. Dazu kommt ein begeistertes Online-Publikum, das regelmäßig via Stream dranbleibt.

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Professionelle Gamer seien laut Pardo genau so Leistungssportler wie alle anderen und bräuchten etwa extreme Hand-Auge-Koordination und pfeilschnelle Reflexe sowie strategische Fähigkeiten. Die besten unter den E-Sportlern führen über 300 Aktionen pro Minute aus. Pardo räumt allerdings ein, dass man den Begriff „Sport“ noch neu definieren müsse, um E-Sports als ernst zu nehmenden Sport zu etablieren. Ähnlich erging es etwa Schach – das Spiel wird als Denksport zwar anerkannt, aber nicht als Leistungssport im eigentlichen Sinne.

Die Chance, dass E-Sports also bei den olympischen Spielen Einzug halten, ist zumindest für die nahe Zukunft gering. Dies räumt auch der ehemalige Blizzard-Entwickler ein und hat vor allem wegen der kulturellen Hürden noch Bedenken. Das ändere aber nichts daran, dass E-Sports mehr und mehr im Mainstream ankomme.

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Quelle: BBC

André Westphal

Redakteur

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