Twitter: Durchgesickertes Memo legt Probleme offen

CEO Dick Costolo gesteht Fehler beim Umgang mit Trolling ein

Das soziale Netzwerk Twitter ist nicht nur eine interessante Kommunikationsplattform, sondern leider auch Schauplatz von Cyber-Mobbing und Trolling. Geschäftsführer Dick Costolo gesteht genau jene Probleme in durchgesickerten Memos an die Mitarbeiter ein: „Wir versagen komplett beim Umgang mit Beleidigungen und Trollen auf unserer Plattforem. Und wir haben dabei schon seit Jahren versagt.“ Laut Costolo führe dies in der Praxis auch tatsächlich zur Abwanderung von Nutzern, so dass man unbedingt Verbesserungen vornehmen müsse.

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Costolo gibt sich dabei intern erstaunlich selbstkritisch und schiebt nicht etwa anderen Mitarbeitern die Schuld zu. Stattdessen erklärt der CEO, es sei „beschämend“ wie wenig Twitter bisher unter seiner Führung gegen Trolle und Cyber-Mobbing unternommen habe. Dies sei einzig und allein sein Fehler und er werde sich nun dafür einsetzen, dass sich etwas ändere.

Speziell Frauen sind bei Twitter regelmäßig Opfer von Beleidigungen und Bedrohungen. Darunter etwa die umstrittene Feministin Anita Sarkeesian, die über 150 Hass-Nachrichten pro Woche via Twitter erhält.

Offiziell hat Twitter sich übrigens eines Kommentares zu den durchgesickerten Memos enthalten – eigentlich waren diese nur intern an andere Mitarbeiter gerichtet.

Quelle: TheVerge

André Westphal

Redakteur

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