Nvidia CEO äußert sich zur GeForce GTX 970

Jen-Hsun Huang will Kontroversen beenden

Nvidia hat zuletzt zu den anhaltenden Kontroversen um die irrführenden technischen Spezifikationen der Nvidia GeForce GTX 970 nur noch geschwiegen. Selbst eine just eingereichte Sammelklage vermochte das Schweigen nicht zu brechen. Kein Wunder, dass viele Käufer der Grafikkarte sich verschaukelt vorkamen. Jetzt meldet sich allerdings verspätet der Geschäftsführer des Herstellers, Jen-Hsun Huang persönlich, zu Wort. Allerdings ist auch dessen offener Brief vor allem voll von Ausflüchten und Rechtfertigungen – eine tatsächliche Entschuldigung oder Wiedergutmachung stellt auch Huang nicht in Aussicht.

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So wiederholt Huang in seinem offenen Brief die bereits bekannten Erklärungen zur Speicheraufteilung an der GeForce GTX 970 und macht indirekt sogar den Kunden Vorwürfe: „Anstatt begeistert zu sein, dass wir einen Weg gefunden haben die GTX 970 mit 4 statt 3 GByte auszustatten, waren viele Anwender enttäuscht, dass wir die Segmentierung des RAMs nicht offener kommuniziert haben.“ Dies könne der Nvidia-CEO zwar verstehen, betont aber man habe nur für die Kunden die beste GPU entwickeln wollen und nichts anderes.

Huang räumt allerdings Fehler bei der Kommunikation ein, die sich nicht wiederholen sollen, wie der Geschäftsführer Nvidias verspricht. Trotzdem hinterlässt auch Huangs Brief einen faden Beigeschmack und könnte den Zorn der Community eventuell nur weiter anfachen. Zumal der CEO zur weiteren Problematik mit den 56, statt wie angegeben 64 Rasteroperatoren und 1792 statt wie von Nvidia genannt 2048 KByte L2-Cache komplett schweigt.

Quelle: Nvidia

André Westphal

Redakteur

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