EU-Kommission positioniert sich gegen Geoblocking

Weitgehende Abschaffung geplant

Die Europäische Kommission hat sich in einer neuen Pressemitteilung gegen das sogenannte Geoblocking positioniert: Letzteres verhindert, dass in bestimmten Ländern Inhalte abgerufen werden, die eigentlich nur für ausgewählte Staaten gedacht sind. Deswegen kann man beispielsweise in Deutschland Streams von deutschen TV-Sendern abrufen, im Ausland sind jene aber gesperrt. Andrus Ansip, Vizepräsident der EU-Kommission gibt zu Protokoll: „Ich hasse Geoblocking aus tiefstem Herzen.“ Für einige Fälle solle es aber dennoch weiterhin Einschränkungen geben.

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Etwa sind Online-Glücksspiele in bestimmten Ländern verboten. In solchen Fällen mache Geoblocking natürlich Sinn. Weitere Reformen wünscht sich Ansip für das Einkaufen in Online-Shops: Es müsse einfacher werden von einem Land aus auch in anderen EU-Staaten einzukaufen. Zusätzlich sei das Urheberrecht reformierungsbedürftig.

Wie so oft klingen die durch den Politiker vorgebrachten Pläne an sich gut, es fehlen aber konkrete Details. Weitere Informationen zu seiner geplanten Strategie will Ansip erst im Mai 2015 enthüllen.

Quelle: EUKommission

André Westphal

Redakteur

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