Kinderschützer beschweren sich über YouTube Kids

Inhalte der App seien für Kinder ungeeignet

In den USA haben sich mehrere Kinder- und Verbraucherschutz-Gruppen bei der US Federal Trade Commission (FTC) über Googles neue App YouTube Kids beschwert. Problem sei, dass die angebotenen Videos Werbung und Unterhaltung in unzulässiger Weise mischen und im Fernsehen etwa in dieser Art verboten wären. An der Beschwerde haben sich beteiligt: The Center for Digital Democracy (CDD), Campaign for a Commercial Free Childhood (CCFC), American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, Center for Science in the Public Interest, Children Now, Consumer Federation of America, Consumer Watchdog und Public Citizen.

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Als konkrete Probleme sieht man eine Flut von Unboxing- und Erklärungs-Videos zu Spielzeugen, die im Grunde versteckte Produktwerbung darstellen. So vermutet man bei vielen der scheinbar privaten Video-Uploadern nicht offen gelegte Beziehungen zu den Herstellern. Zudem sei bedenklich, dass Google selbst das Nutzungsverhalten der Kinder auswerte und aus Sicht der Gruppen offen ist, ob Google die Kinder und Eltern darüber hinreichend informiere.

Die Kinderschützer nennen als konkretes, kontroverses Beispiel den Kanal „EvanTubeHD“ mit seinem Duo aus Vater und Sohn. Man vermutet bei den Machern Abkommen mit Spielzeugherstellern. Ob und wie die FTC auf die Beschwerde praktisch reagieren wird, ist noch offen.

Quelle: Scribd

André Westphal

Redakteur

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